24, Titel: Ungerechtfertigte Bereiherung, $S 818. 1573 Wert herauszugeben (%. II, 709; val. Mi. II, 838 ff, AO. II, 427, bayr. Dberit. LG, Bd. 8 S. 119 ff. und anderfeitZ 8$ 1370, 2019; ebento BPland Bem. 3, Matthiaß S. 405, Neumann Note 1, a, RÖON.-Comm. Bem. 3, Derndurg 8 381, III, 2, Fijher-Genle Note 4, Achilles Note 1, Crome S 323 Anm. 37, Goldmann: Lilienthal S. 875 und nunmehr auch Dertmann Bem. 2, c, «; and. Anf. Schollmeyer S. 217; 1. audh Schulz im Archiv f. d. zivilift, Praxis Bd. 105 S, 339 ff). Hat alfo der Empfänger das Erlangte an Dritte weitergegeben, It er aber in der Lage, die verausgabten Beträge von feinen Schuldnern wieder einzuziehen, 0 bleibt er verpflichtet, den Werk des Empfangenen zu erfeßen, foweit er noch bereichert It; der Kläger braucht fi nicht damit zu beanügen, daß ihm der UnfpruchH des EmpfängerS gegen die Dritten abgetreten wird (Urt. d. Meihsner. vom 28. Mat 1907 Recht 1907 S. 829). 8. Ueber einzelne Fälle, in denen die Herausaabe durch Zahlung abgeiwendet verden kann, f. SS 528 Abdf. 1 Sag 2, 1972 UWbf. 2 Sat 2, 2329 Mol. 2. 4, Sit der Empfänger wegen der Befhaffenheit des Erlangten oder aus anderem SHrunde, 3. B. weil er die erlangte Sache verzehrt, verbraucht oder veräußert hat (vgl. Urt. d. Meichsger. vom 30. Yanuar 1904 RGE. Bd. 56 S. 383 ff.) zur Herausgabe nicht imjtande, fo hat er nach S 818 Mb, 2 (abweidhend von der Megel der SS 275, 280) den Wert Dd. h. den gemeinen Berfkehrsmert) des Erlangten zu erjeken; den über den Wert des Erlanaten hinaus (3. B. durch eine glünftige Beräußerung) gemachten Sewinn darf der Empfänger behalten. Hienacdh bemißt fich inZhbefondere die Verpflichtung des Empfänger2, wenn die Bereiderung in der Zeiftung von Dieniten (vgl. Urt. d. DS. Stettin vom 30. Juni 1903 Nfpr. d. DLG. Bd. 8 S, 77 N.) oder in der Neber- laffung einer Sache zum Gebrauch oder Frucdhtgenuffe beftanden hat, wenn der erlangte Gegenftand zu Berluft gegangen iit oder wenn der Gläubiger für einen nur teilweije zu Recht beitehenden Anjpruch durch Leiftung an Erfüllungs Statt (S 364) defriebigt worden ijt (WR, II, 834 ff., 837, Stieve a. a. OD. S. 52; vgl. PER, IL I Sit. 16 $ 191). Neber analoge Unmendharkeit des S 255 f. Pland Bent. 4 Avf. 2. Teilweifje Unmöglichkeit, 3. 3. Bejhädigung der Sache, Hit kein Hindernis der Nücgabe in Natur (RONR. Komm. Bent. 4). Der Örundfag des S 818 Abi. 2 gilt auch für den Fall, daß Gegenftand der Veiftung eine Yuantität vertreiharer Sachen (S 91) mar (MM. IL, 837, Stieve ©, 31 ff.) Dinkichtlih des Zeitpunkts, nach weldem der Wert zu beftimmen it, Oweigt das Gejeß (Wi. II, 837). AI3 entjcheidend dürfte der Zeitpunkt zu jefrachten fein, in welchent der Gegenftand von dem GHerausgabepflichtigen :rlangt worden ift (ebenfo Crome S. 1008, Pland Bem. 4, ROR.-Komm. RO Se Senle Note 9, Urt. d. Reichsger. vom 12. Juni 1907 BL f., RA. Ob die Unmöglichfeit der Herausgabe auf Berichulden WVorjaß oder Yahrläffigkfeit) des Empfänger8 oder auf Zufall berubt, ift für die Anz vendbarkeit Des I TA , Beweislaft, Det Beweis der Unmöglichkeit der Gerauzgabe obliegt dem Empfänger, der Beweis des behaupteten WerteS dem Qurückfordernden. 5, Die Verpflichtung zur Herausgabe des Erlangten oder zum Eriake des Wertes ;it ausgefd offen, menn und injoweit der Empfänger, gleichviel, ob mit oder ohne Serfhulden, nicht mehr bereichert ijft S 818 Abf, 8). Der Empfänger {ft Jienad) haftfrei, foweit ec das Empfangene bzw. defjen Wert nicht mehr hat oder die yurch den Empfang eingetretene Bereicherung, aleihviel aus welchem Grunde, wieder veggefallen ift (val. Urt. d. Reichsger. vom 13. April 1908 Iur. Wichr. 1908 S. 404 ff.) Seine Verpflichtung befchränkt fich auf die Gerausgabe deffen, wa8 er von dem Öeleifteten der dem Werte des Geleifteten noch hat, und defjen, um was er hiedurdh 3. 3. durch Eriparung anderweitiger Ausgaben) bereichert ift, mobei die gefamte VBermögens= ‚age des Empfänger8 zur 8° der Alageitellung zu berücfidhtigen ijt 3. IT, 836 ff, 36. II, 426 ff., B. IT, 702 ff, Stieve S. 58 f.; vgl. Urt. d. Reichäger, Jom 14. Mürz 1903, 18. März 1905 und 14. März 1907, NOS. Bd. 54 S. 137 ff, Bd. 60 S. 291 ff., Bd. 65 S. 297 ff, ferner vom 12. Yanıar 1904 Gruchot, Beitz. Bd. 48 S, 1090 ff., vom 18. März 1909 Yur. Wichr. 1909 S. 274, vom 8. Sult 1910 Recht 1910 Jr. 2817, Urt. d. OLG. Braunichweig vom 17. März 1908 Kipr. d. OLG. Bd. 16 S, 379 ff.; |. aud ROEC. Bd, 29 S. 2, Bd. 44 S. 144). Fit Geld dem Vermögen des Beklagten zugeführt worden, fo ift die Bereicherung weggefallen, wenn entweder die feinen Bermögen zugeführten Summen auf irgendeine Weife aus diejem wieder ansgefchieden der zu befonderen Zwecken verbraucht worden find, die eine Eriparung von Ausgaben ıuf der anderen Seite ausfehloffen (Urt. d. Neichsger. vom 13. April 1908 RGE, Bd. 68 S, 269 ff.), Neber den Fall, daß der Aedent einer Briefhybothek den Syyothekenbrief dem 2