1574 VII Abihnitt: Einzelne Schuldverhältnifie, Beilionar nicht ausgehändigt hat und fodann im Zwangsbverfteigerungsberfahren die Oypothek erkofchen und ausgefallen ijft, f. Urt. d. NeichsSger. vom 23. Yunt 1906 ROSE. Do. 63 S, 428 ff. Aus dem Begriffe der Bereidherung ergibt fiH ferner, daß der Empfänger den Wert aller von ihn auf die herauszugebende Sache gemachten Berwendungen, 3. SB. die durch die Ziehung der Nubungen (|. oben Ben. 2, a) erwachfenen Koften (val. €. I, 740 Hof. 3, Me, IL, 839 ff, Z®. II, 437, VI, 523, %. I, 710 {f., Jacubeziky, Bem. S. 178), jowie eine durch den erlangten Gegenftand herbeigeführte Bejhädigunag feines Ber mögen8 in Abzug bringen darf (MM. II, 837; ebenfo Blank Bem. 5, v. Zuhr a. a. D. S. 310, Goldmann-Lilienthal S. 876 ff; and. Anj. in leßterer Beziehung Vertmann Dem. 3, a, 8). Die Frage, ob $ 1003 entfpredhend anwendbar ift, dürfte zu verneinen fein (and. Un]. Planck Bem. 5). Desgleichen wird die Bereicherung befeitigt oder gemindert durch diejenigen U u f- wendungen oder Ausgaben, die der Empfänger vermieden haben würde, wenn er die Leiltung nicht erlangt hätte, fofern diefen Aufmendungen oder Ausgaben kein durch fie erlangter ent{prechender BVermöügenSmwert gegenüberfteht (MM. II, 838, RR. IL, 706 ff., Urt. d. Meihsger. vom 11. uni 1909 RGE. Bd. 72 S. 1f.; vol. Dernburg, Pand. Bd. 2 8 141 Anm. 28). „Inwieweit der Empfänger zur Zurücbehaltung des Erlanaten berechtigt it, bemißt fi nach den SS 273, 274, 292, 1000 (WW. II, 837 ff., Stieve S, 30 ff.), während die Frage, inwieweit der Empfänger felbit rüdforderungsberechtigt ift, menn er mehr herausgegeben hat, al3 wozu er gemäß S 818 verpflichtet war, nach den Orund- Täßen der SS 812 WAbf. 1 Sag 1, 813 Abof. 1 Sag 1, 814 zu beantworten ift (Me. II, 840). Der Bemwei8, daß die durch die Leiftung herbeigeführte Bereicherung nicht mehr oder nicht mehr vollftändig vorhanden ift, obliegt den Empfänger (WM. IT, 837); behauptet diefer, im Hinblid auf das Erlangte andere Ausgaben gemacht zu haben, fo muß er nicht mut diefe Ausgaben, fondern auch deren KXaufalzujammenhang mit dem Erwerbe beweifen (SB. 1I, 707, Stieve S. 99 ff, Urt. d. Neichsger. vonı 4. Oftober 1904 Necht 1904 S, 553, vonı 12. Sanıar 1904 Gruchot, Beitr. Bd. 48 S, 1090 ff. und vom 14. März 1907 ROGES. Bd. 65 S. 298; vgl. auch NGC. Bd. 44 S, 144 fowie Urt. d. Reichsger. vom 14. Dezember 1909 Yu. Wichr. 1910 S. 108 ff.) ‚Wird mit dem Bereicherungsanfpruch oder gegen ihn aufgeredhuet, To ift für die Frage, vb die Bereicherung weggefallen ift, der Zeitpunkt der Aufrechnungserklärung maßgebend (Wand Bem. 7). 6. Die in Bem. 1—5 dargeftellten Grundfäge gelten nur bis zu dem Zeit“ punkt, in dem der Anipruch auf Herausgabe redtshängig geworden Lit (3RO. SS 263 Abi. 1, 267, 281). Bon diefem Zeitpunkt ab haftet der Empfänger nemäß S$ 818 Ybf. 4 nach den allgemeinen Vorfchriften (MM. II, 838, 841), alfo nach Maßaabe der 88 275 f., 291, 292, 987, 989, 994 ff. Weitere Abweihungen von den SGrundfäßgen des S 818 Abi. L—3 enthalten die SS 819, 820 (f. auch ZRO. 8 541 Abi. 2 Saß 3; vol. Borbem. 9, b). Die Beftimmungen über den VBerzug (S8 284 ff.) und über den Schadenzerfaß wegen unerflaubter Gandlungen (8$ 823 ff.) werden durch 8 818 nicht berührt "pal. MM. IT, 841, 845). 8 819. Kennt der Empfänger den Mangel des rechtlichen SGrundes bei dem Empfang oder erfährt er ihn fbäter, Jo ft er von dem Empfang oder der Erlangung der Renntniz an zur Herausgabe verpflichtet, wie wenn der Anjpruch auf Heraus- gabe zu diefer Zeit rechtshängig geworden‘ wäre, Verftößt der Empfänger durch die Annahme der Leijtung gegen ein gefeb- (ie Verbot oder gegen die guten Sitten, jo ift er von dem Empfange der Seiftung an in der gleichen Weije verpflichtet. (€. I, 741, 744, 745 Di. 2, 747 A601. 2, 748 Hbf. 3; IN, 748; IM, 803, 1. Nach 8 819 unterliegt in gewifjen Fällen die Geransgabepflicht des Empfänger$ [don vor dem Eintritte der RKedHtahängigkeit den an {ih erft von diefem Beit- vbinkt ab geltenden Grundläßen (8 818 AWof. 4 und Bem. 6 zu 8 818), Dies {it der Fall: