25. Titel: Unerlaubte Haudlungen. Borbemerkungen, S 823, - 1593 in Berftoß gegen diefes auch ohne Verjehulden möglich, fo tritt die Erjaßpflicht aur im Falle des Verfhuldens ein. © 1.704: IE 746 265.1, 747; IM, SO7 1. Grundfäglige Regelung. S 823 Mb}. 1 fmipft die Verpflichtung zum Schadben8- erfab an die fhuldhafte widerredhtlidhe Verlegung gewiffer HechHtsgüter und Rechte eineS anderen, 8 823 Abi. 2 an den Jhuldhaften Verftoß gegen ein den Schuß eineS anderen bezwedendes Gejeß, S 823 bi. 1 entipricht im wefentlichen dem zweiten, S 823 Abi. 2 den erfien ANofaße des $ 704 €. 1 (vol. Bor- dent. 11, 2). Neber das Berhältni8 des Abi. 1 zu Abi. 2 f unten Bem. Vi. Ueber m Gntfehungsgefdidhte des 8& 823 5. Borbent. IL 2 ifowie unten Bem. IN, A, 2 um ‚A, 2 II. Borausfegungen der Schadenserfakpflicht nach $ 823 Mor. 1, A. Verlegung gewiffer Rectsgüter oder Rechte eines anderen. ı. Die Berleßung kann nicht mur durch pofttives Handeln, fondern auch durch UAnterlaffung begangen werden, was inZbefondere für die Fälle der Fahrläifigen NechtS- verleBung 4. unten unter C, 1) von Bedeutung ijt WM. I, 727); vgl. Dernburg S 383, VIL, land Bem. 11, 2, Hellbach im „Necht“ 1904 S. 100 ff, Niffen ebenda S. 162, Urt, d. Jteichsger. vom 30. Oktober 1902 RGE, Bd. 52 S. 373 FF. (Schadenserfaßpflicht des BelißerS eine8 morfchen Baumes). 2, Als Gegenftand der BerleBung erwähnt das Gefeh Leben, Körper, Sefundheit, Freiheit, Sigentum und fonitige Hechte eines anderen. Für die Aus- (egung diefer vielumftrittenen Beitimmung (in8bef. der Worte „Jonftiges MEN f. unten unter e) ijft ibre Entitehungsgeldhidte von erheblicher Bedeutung. €, I enthielt im S 704 261. 2 Saß 2 die Beftimmung: „AS Verleßung eines Rechtes im Sinne der vorjtehenden Borfehrift it auch die Verlegung des Lebens, des Körpers, der Gefundheit, der Freiheit und der Chre anzujehen“. Von den Mot. wird als zweifellos bezeichnet, daß zu den abjoluten Mechten iur Sinne des S 704 Adf. 2 (€. N) das Eigentum und die anderen Rechte an Sachen gehören. Dagegen fet die befondere Erwähnung des Lebens, 5e8 RürperS, der Gefundheit, der Freiheit und der Chre notwendig, weil mit @rund dezweifelt werden fönne, ob biefe Höheren Oüter al8 Rechte bezeichnet werden fönnten, aber gerade fie auch des Schube3 bedüriten, der ihnen bei einer engeren Auffaflung der Schadenszufügung oft gefehlt habe Mi. 11, 728). Bon der Il. Komm. wurde der Antrag, auch den Befiß al8 ein Hecht im Sinne diefer Vorfchrift zu erklären, abgelehnt, weil der Befibß durch das Verbotsägefelz des 8 814 (€. I, num S 858), welches die Anwendung de8 8 704 Abi. 1_ CE. I, num S 823 Abi. 2) ermögliche, genügend gelchüßt fei und die viffenfchaftliche Frage über das Wejen des BejibHes nicht entfchieden werden folle. Sodann wurde der ganze Saß geftrichen, weil die befondere Ermähnung des Lebens, des Rörper8 und der Gefundheit als unnötig ericheine, während e3 bedenklich fei, die fahr ‚älfige BVerlekung von Freiheit und Chre unter befonderen Hrivatrechtlichen Schuß zu iellen . 11, 572 #.). Sm Gegenfabe hiezu wurde bei der Beratung des 5.727 €. 1 der Anlicht Ausdruck gegeben, daß die Sreeit ein Recht abjokuter Natur im Sinne des 3 704 ©. I jei, deffen VBerleBung zum Schadenserfaße verpflichte, aleichviel, v0 die Vers (eßung auf Borfaß oder Fahriäfligteit beruhe (BP. 11, 630 ff). Die Kedaktionskomm. trug diefer Yurffajfung Rechnung durch Beifligung des S 747 €. I: „Wer widerrechtlih einem anderen die Freiheit entzieht, hat demfelben dem dadurch verurfachten Schaden auch dann zur erjeßen, wenn im nur Sahrläjfigfeit zur Laft Fällt“. Bei der zweiten Lefung wurde von der IL. Komm. die nummehrige Satfuna des 8 823 Ubf, 1 bheflofen. Der Antrag: iteller führte au8, daß fein Vorfchlag in der Hauptfache redaktioneller Natırr fei. Bei der früheren Beratung habe man den Schluß des S 704 €, ] mit echt geftrichen, da die Jeutige Wiffenfchaft ein perfönlidhes Itecht im weiteren Sinne annehme; darnach aber inde fih im € ! nirgendS unmittelbar ausgefprochen, daß die Verlebung diejer @üter “ch 2ivilrechtlich al8 Delift darftelle. Den Antraae murde entaegenaehalten, dak eS nach ir Unfälle ihrer Gäfte, D. Yur.3. 1905 S 829 ff; Brücner, Die Haftung derjenigen, velde die ihrer Berfügung unterftehenden Räume dem Öffentlichen Verkehr gewidmet Haben, dir die ordnungsmäßige und verfehrSlichere Beichaffenheit diefer Räume, Recht 1905 S, 329 ff., 358 ff.; € Miezler, Arbeitstraft und Arbeitsireiheit in ihrer privatrechtlidhen Bedeutung, Arch, f. blrgerl. N. Bd. 27 S. 219 fü; € Yofjef, Bemerkungen zur Lehre von der Haftung ür die Verfehraficherheit von privaten und Berufsräumen, Örucdhot, Beitr. Bd. 52 S. 525 ff. Vol. au die in NMote * zur Vorbemerkung diefes Titels erwähnte Literatur, in3: jejondere A. Lobhe, Der unlautere Wettbewerb als Mechtsverlegung nach dem BOB, und den Nebenaefeben, Leipziqa 1907 €. 140 ff