25. Titel: Unerlaubte Gandlungen. S8 825, 826. . 1623 I Der der Frauensverfon zu vergütende BermögenSfchaden mindert JG jelbjtver- jtändlich um das, mag fie allenfalls auf Grund der SS 1300, 1715 oder 1716 (f. unten Bem. 7) bereitZ erhalten hat Menumann Note 3, Kuhlenbedk Note 5). . 6. Buitändigkeit, Für Anfprüche anZ S 825 ift die ausihließlihe fachliche Zus jtändigfkeit des Amtsgerichts (G@BSG. & 23 Nr. 2) nicht gegeben, weil Rechtsgrund des Anfpruchs die unerlaubte Handlung, nicht der außereheliche Beifchlaf ijt (eben}o ROÖON = Aomun. Bem. 7, Urt d. OLG. Dresden vom 31. Mai 1902 Ripr. d OLG. Bd. 5 S. 87, Meyer in Bl. f. NA Bd. 67 .:S. 88 ff. und der dort erwähnte Befchl. d. DLG. Minden dom 28. anıar 1902, Gaupp-Stein, Komm. 3. ZRO, 10. YMufl, Bem. 11,2, 1 zu S$1:; vgl. zu Bem. 9, a zu 8847 und Bem, 6, a zu 81300. Hinfichtlich der Brtlichhen ARu- ltändigkfeit f. ZBO. 8 32. 7. Neber den EntfhHädigungsanfprucdh einer unbefcholtenen Verlobten, die ihrem Berlobten die Beiwohnung geitattet Hat, 1. 8 1300, über die Anfprüche der unehelichen Mutter gegen den Vater fe indes 1. 88 1715, 1716. Die gemeinrechtlide Def [o- cationsSflage hat das BGB. hefeitigt (f. Bd. IV Bem. 1 zu 3 1715). en 8. Nach gemeinem Rechte Hand dem Vater wegen moralijher Schädigung feines HauskindeS eine Ent{häbigungsSflage gegen den MVerführer zu (actio de servo cor- rupto utilis), die von der Mraxis bisweilen auch dem Chemanne wegen Verführung der rau, der Herrichaft wegen Verführung des Gefindes 2C. eingeräumt murde (Dernhurg, Band. Rd. 2 8 129 Anm. 4, ZeinDjhe0-SEiun, Band. Bd. 2 S. 923 Ziff. 9 Unm. 18; 4. auch BLR. U I cap. 4 838 Biff. 1, bayr. Yerft. LO. Bd. 12 S, 110 ff). Das BOB. at eine derartige Beftinmung nicht aufgenommen; unter Umftänden fann in einem Joldhen alle die Erfagpfliht des Verführers nach & 823 Ubi. 1 ober S 826 hearündet fein (Mi. II, 733 ff. Dernbura 8393 a. €). 8 826.) Wer in einer gegen die guten‘ Sitten verftoßenden Weile einem Anderen vorfäßlidh Schaden zufügt, ft dem Anderen zum Erlage des Schadens verpflichtet. &. 1, 705; H, 749; Ill, 816. ji, Entitehungsgefchichte. Nah SE. I Tollte eine aus Vorfaß_ oder Sahrläffigkeit begangene wiberrechtliche Handlung oder Kechtsverlegung zum Schadenserjaße vers bilichten und al8 mwiderrechlich auch die Kraft Der allgemeinen Sreideit an fi erlaubte Handlung gelten, wenn fie einem anderen zum Schaden gereicht und ihre Vornahme jegen die guten Sitten verftößt (€. I, 704, 705). €83 jet eine alte und zum Teile nicht unberechtigte Alage, fo führen die Mot. aus, daß das geltende materielle Recht, von dent iranzöfijhen Nechte abgefehen, zum Schuße der Befhädigten nr A jei. Die durch 3.705 bezwedte Erweiterung diefes Schußes beruhe auf den edanken, daß zwar Dder- enige, welcher ein befonderes Recht ausibe, inımer Haftfrei fein müfle, auch wenn er aus Schifane handle. Wer dagegen nur Ffraft feiner natürlichen Freiheit handle, dürfe biefe *) Val. Dertmann, Sittenmidrige Handlungen (Vemerfungen ZU 8 826 BGB.), D. Yur.3. 1903 S. 325 ff; derjelbe, Die Verrufsertlärung (Boykott) und ihre privat- cechtlihen Wirkungen, Bl. f. RA. Bd. 72 S. 21 ff., 274 .; 3. 8 oHTer. Preisbeftimmung und 8826 BGSG., Arch. f, bürgerl. R. Bd. 29 S. 140 ff.; derjelbe, Ehre und Beleidigung, Gold. Arch. Bd. 47 S. 150 ff.; N. Stammler, Die Lehre von dem richtigen echte, Berlin 1902 S. 442 {f., 486 fi; X. Hagen, Die guten Sitten als Recht8begriff, Sruchot, Beitr. Bd. 52 S. 497 {f.; N. v. Bröüker, SchadenzZerjaganjprüche aus dem Lohnkampf nach BGB, Erl. Inaug.:Difl., Hamburg 1906 S. 31 ff.; Bland, Zur MNuslegung und Anwendung des 8 826 BGB., D. Jur.3. 1907 S. 7f.; Hölder, Das gegen die guten Sitten verftoBende Recht3gefhäft, D. Yur.3. 1908 S. 46 ff; Sobe, Die zivilrechtlichen Folgen von Verrufs: srfärungen in den modernen Lohnkämpfen, ebenda S. 934 ff.; ©. Die, Der „Verjtoß gegen die guten Sitten“ in der gerichtligen Praxis, Arch. f. bürgerl. X. Bd. 33 S. 74; Dert- mann, Die Auläffigleit der Sayungen des Zechen-VerbandS in Ejien (Ruhr), ebenda S. 221 f#.; derjelbe, Noch einmal die jYwarzen Lijten des Zechen-VBerbandS, ebenda Bd. 34 S. 261 ff; N. Klein, Beiträge zur Lehre von der Anzeigepflicht im Zivilrecht; [. Inwieweit legt BOB. S 826 eine Anzeigepfliht auf? Delterr. Bentral-B. f. 5. jurift. Praxis Bd. 27 Gelt 6; H. A. Fijdher, Die Hecht8widrigkeit, München 1911 S. 70 ft, 140 ff.; Rud. Jiay, DaZ Recht am Unternehmen, Berlin 1910; BerhHandlungen des 28. Deutidhen Jurijtentags Bd 2 S. 38 ff. (Gutachten don Dertmann) und des 29. Deutihen FJurijtentagS Bd. 4 S. 185 FF. (Gutachten von Ettinger), S. 246 ff. ‘Gutachten von Bape), Bd. 5 S. 172 ff., 777 ff; Sobe (j. Note * zu 81823) ©S. 255 ff.; * auch die Witeraturanaaben zu S 138 und zu S 226 fomie in Bem, XIV zu 8 611.