25. Titel: Unerlaubte Handlungen. S 826, - 1625 Bland Bem. 2, e, Goldmann-Lilienthal S. 888 Ann 35, Crome S 330 Anm. 3, Dernburg 8 393 Unm. 4; wie hier andh Lang [Note * zu & 847] S. 47 Unm. 80; zweifelnd Neumann Hote 4; f. au Urt. d. Neichsger. vom 2. Sanıuar 1906 Gruchot, Beitr. Bd. 50 S. 970 [„vorausgefeßt {ft Dabei nur, 5aß nach Lage der Sache eine Kechtspflicht zum Reden beftand“) und vom 13. Sanuar 1906 Bayr. 3. 1. RM. 1906 S. 163, Urt. d. DLG. Dresden vom 3. Sebruar 1905 Itecht 1906 S. 859 betr. Verfhweigung der UnehHtheit eines Äßzept8, Urt. d. DLSG. Kiel vom 8. Mai 1907 Iipr. d. OLG, Bd. 18 S. 78 #., Urt. d. Meichsger. vom 19. Mai und 11. Oftober 1909 Recht 1909 Jr. 2658, 3358 und vom 14. März 1910 Iur. Wichr, 1910 S. 470: „ein Berftoß gegen die guten Sitten kann durch Unterlaffung auch ohne Verlegung ziner HechtSpflicht begangen werden, fofern ein Handeln nach der Anfchauung billig denfender Menichen geboten war“). Bal. hiezu in8befondere Did 3. a. ©. S. 80 ff. und KMein a. a. D.; nad Di follen nur Veritöße gegen Moralverbote, nicht auch foldhe gegen Moralgebote unter $ 826 fallen; dagegen überzeugend Rein: „Der Verhuch Diks {heitert daran, daß jedem Gebot ein Verbot entfpricht und umgekehrt, daß eS keine Sittennormen qibt, bei denen bie VBerbots- oder Gebotsjeite überwiegt“. Borfag, d. b. Bornabhme der Handlung mit dem Bewußtfein, daß hiedurch der andere geihäbdbigt werden könne. Daß die Schäbigung den Zweck der Handlung gebildet habe (animus nocendi}, ;{t nicht erforderlich, während e8 anderfeits nicht genügt, daß der Täter bei EEE der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt die Ihädigende Wirkung jeiner HandlungsSweife hätte vorausfehen müfjen; den Umfang des einges 'zetenen Schaden8 braucht der Täter nicht vorhergefehen zu haben (RB. 1, 576, VI, 202; f. au oben S. 136 ff ; ebenfo land a. a. ©. S. 8 und Komm. Bem. 2, b, Goldmann-Silienthal S. 889, Neumann Note 2, Träger, Raufalbegriff S, 214, Fildher-Senle Note 3, Yote 13 u 8 823, Scholl- neyer S. 226, Dernburg S 393, 11, 2, Crome S. 1042, Liszt S. 43, Wind» icheid-Fipp, Band. Bd. 2 S. 949, Urt. d. Reichsger. vom 9. Ayril 1904, L. Suni 1904, 11. Suli 1904, 9. Dezember 1905, 11. AWpril 1906, ROES. Bd. 57 S. 941, Did. 58 S. 216, 397, Bd. 62 S. 139, Bd. 63 S. 148, Urt. d. Neichsger. vom 6. Oftober 1902, 4. Oktober 1903, 17. April 1905, 29. Sanıar 1907, IJur. Wichr. 1902 Beil. S. 276, 1903 Bel. S. 142 ff., L905 S. 369 ff., 1907 S. 201, vom 2. Mai und 18. September 1907, Necht 1907 S. 766, 1408, bom 13. Mai 1907 Bl. |. RU. Bd. 73 S, 43; and. Yırl. ©. Friedrichs im „Recht“ 1901 S, 587 f., nach weldem die Abficht der Schädigung erforderlih fein fol). Eventualdolns f. oben S. 137 und Urt. d. ED 0 vom 18. Oktober 1910 Warneyer Erg.-Bd. 1910 S. 427 ff.) ge mügt (Urt. d. Neichsger. vom 9 Juli 1906 D. ur. 3. 1906 S, 1095 und vonı 25. U- tober 1906 BL. f. KU Bd. 72 S. 380 #.; {. auch Urt. d. Reichsger. vom 2. Mai 1907 Bayr. & f. ©. 1907 S. 276, vom 4. November 1907 Hecht 1907 S. 1465 und vom 18. November 1907 L3. 1908 S. 163). Wit die Handlung dagegen er- ‚außt und wird fie in berechtigtem Interelfe vorgenommen, fo wird He nicht dadurch zu einer gegen die guten Sitten berftoßenden, daklie zugleich durch ein ättenmidriges Motiv GG. 3. Schädigungsablicht aus Hachhucht) beeinflußt wird (Urt, d. Neichsger. vom 13. Mai 1909 ROSE Bd. 71 © 173). Daß fich der Täter des ihm zur Saft fallenden Veritoßes gegen die auten Sitten bewußt gewen Jei, it nicht erforderlich Cebenfo Pland Bem. 2, b, Dertmann Bem. 2, b, ROR-Komm. Bem. 2, Sicher-Senle Note 3, Träger a. a. O., Kuhlenbek Note 2, Scholmeyer S. 226, Dern- burg S 393 Ann. 6, Crome S. 1042, Liszt S. 43, Windiheid-Tipp a. a. D., Kotering im Arch. für bürgerl, R. Bd. 33_S. 67; 1. au Urt. d. Meichsger. jom 29. September 1909 RGE. Bd. 72 S. 7 und Die a. a. D. S. 106 KH). Dagegen fommt die Kenntnis des Täters von der wirklichen Sachlage infofern in Wetracht, als S 826 unanmendbar ift, wenn der Täter feine Handlungsweife nach feiner (irrtümlichen) Anficht über die tatfächlichen Berhältnifje al8 gerechtfertigt anfehen durfte (fo hinfichtlich der Ausfperrung durch einen Arbeitgeberverband Urt. d. Meichsger, vom 3. Mai 1909 RGE. Bd. 71 S. 112; | auch Urt. d. NeichSger. vom 5. Iuli 1909 EEE Erg.-Bd. 1909 S. 489, das fogar bei nicht unverfhuldetem Yrrtum S 826 für unanmendbar erklärt). 5 , Ein dolofes, argliftiges Handeln {ft nicht erforderlidh; au die NMußer- achtlaffung der im Berkehr erforderlidhen gorgfalt fann in heignders aearteten Källen einen Berftoß gegen die auten Sitten enthalten