25. Titel: Unerlaubte Handlungen. 88 851, 852, 1741 bt. 3, RO. S 41 Abf. 1, Anf.Ge). 812). Der in der NReichsStagSkomm. en Antrag, die VBerjährungsfrift auf vier Xahre np Pe wurde abgelehnt NTIK. 116 ff.). Ueber die Beredhnung der Frijten f. 88 187 Abi. 1, 188 A0f. 2. 2. Beginn der Berjährung. . a) Zum Beginne des Lauf8 der dreizährigen Verjährung ift erforderlich, daß der Berleßte von dem Schaden nicht auch vom Umfange des Schadens, f. Urt. d. Reichsger. vom 25. März 1907 Sur. Wichr. 1907 S. 302, vom 21. Dezember 1908 RGE. Bd. 70 S. 157 und vom 8. November 19u9 Sur. Zichr. 1909 S, 725; and. Anf. Goldmann=Lilienthal S. 928) und von der Verfon des Erfagpflichtigen 0. Urt. d. OLG. Rolmar vom 14. April 1905 und des HLSG. Marienwerder vom 29. November 1906, Ripr. d. DLO. Bd. 12 S. 106 ff., Bd. 18 S. 107 ff., des OLG. Dresden vom 24. uni 1907 Seuff. Yirch. Bd. 63 Yer, 14 und des Reichsger. bom 11. November 1907 Sur, Wit 1908 S. 11) Kenntni8 erlangt. Sinfichtlih Schadens durch Ausfall im Kon- £urfe f. Urt. d. DLG. Dresden vom 24. Juni 1907 Ripr. d, DL®. Bd. 18 S. 106 ff. Bloße Vermutungen find in diefer Beziehung nicht genügend. Underfeits genügt e8, wenn der Verleßte die Urfache des Schadens in ihren allgemeinen Umrifjfen fennt; auf die Kenntnis der Einzelheiten des Ihädigenden Ereigniffes oder an fommt e8 nicht an (Urt. d. Meichsger. vom 12. Oktober 1909 Yur. Wichr. 1909 S 724). Unbegründet ijt die in der II, Romm, geäußerte Anficht, daß der Täter, wenn er im Strafverfahren die Tat abgelengnet habe, ich nicht im Zivilverfahten auf eine angebliche Kenntnis des Gejchäbigten berufen fönne (%. IT, 611). Die auf FahHrläffigkeit beruhende Unkenntnis (oval. $ 122 0. 2) Heht der Kenntnis nıcht gleich (ebenfo Urt. d. OLG. Marienwerder vom 29. November 1906 Kfpr. d. CL®. Bd. 18 S. 108; f. aber auch) Urt. d. Neichsger. vom 26. November 1907 Recht 1908 Yr. 315, wonach die auf SefegeSunkfenntnis beruhbende Unkenntnis des Erfaßpflichtigen den Lauf der Veriährung nicht hemmt). Tritt eine Bergrößerung des Schadens {yäter ein, {o beginnt die Berjährung des daraus erwachfenden weiteren AUnfpruchs ebenfalls erft mit ber Kenntnis des Berlekten hievon (MM. 11, 742; f. auch Urt. d. Reichsger. vom 11. und 29. Oftober 1907, 43. 1908 S. 2831 ff, 1907 S. 906, von 11. November 1907 IJur. Wichr. 1908 S. 11, vom 21. Dezember 1908 NOS. Bd. 70 S. 157, vom 1. Iuli 1909 Bayr. 3. f. N. 1909 S. 433 fa vom 8 November 1909 Iur. Wichr. 1909 S. 725 und des DL. Kolmar vom 13. Dezember 1904 Kipr. d. DLSG. Bd. 12 S. 32. Im Sinne des 5 852 ijt aber der gefamte au3 einer {Häbigenden Handlung entftebende Schaden als ein einheitlicher, nicht al8 eine Summe einzelner felbjtändiger Schäden anzufehen (fo hinfichtlich des Yurftretens neuer Yilfe in einem Bau- werf Urt. d. Meichsger. vom 12. Oftober 1909 Kur. YWichr. 1909 S. 725; j. aud) Mrt. d. Meichsger. vom 10. November 1908 Bl. f. NA. Bd. 74 S. 514 ff., ferner Urt, d. RMeichsger. vom 8. März 1909 Recht 1909 Nr, 1497 über den Zall, daß zunächft nur eine äußerlide WVerleßung oder eine teiDte Sefundheitsftörung fich gezeigt hat, während Jpäter ein innere8 Leiden oder eine {Oiwere Ohronifche, nicht oder nicht leicht heilbare Krankheit auftritt). Siegt eine Wiederholung der ihädigenden Handlung vor, fo beginnt mit jedem Derartigen Akt eine neue Verjährungsfriit: anders, wenn Lediglich die Zorkdauer der Wirkungen in Frage {teht und eine gewifje Dauer der- jelben_von vornherein zu erwarten {fand (Urt. d. KReichsger. vom 29. Oktober 197 Sur, Wichr. 1907 S. 833). , | Sür den Beginn des Laufs der dreißig jährigen Verjährung ift die Zeit der Begehung der unerlaubten Handlung auch dann maßgebend, wenn der Schaden erit fpäter eingetreten oder erkennbar geworden Ulf. Dies gilt auch N 4a TE den SS 844, 845 dritten Verfonen zuftebenden Erfaganfprüche , 41, 778). Die Fefttellung des BZeitpunfts, in dem eine unerlaubte Handlung begangen worben i{t, kann unter Umftänden mit Schwierigkeiten verbunden fein. In den Fällen der 88 831, 832 und 833 Sag 2 wird nicht der Zeitpunkt der Zufügung der Verlegung, fondern derjenige BZeitpunfkt maßgebend fein, in welchem der Gefchäftsbherr, Auffichtspflichtige Dder Tier- Selen die ihn obliegenden Verpflichtungen Guleßt) vernachläfftgt hat; in den Sällen der SS 833 Saß 1 und 835 {it der Zeitpunkt der Sodendzufügung entjcheidend; in den Fällen der S& 836 hf. 1, 837, 838 {ft als BegehungsSzeit der Zeitpunkt anzufehen, in welchem das Gebäude oder Werk errichtet oder 3)