L742 VII Abjhnitt: Einzelne Schuldverhältniffe. die Pflicht der Unterhaltung zum leßtenmale verfänmt worden ft, in den Källen des 8 836 Aof. 2 entfcheidet der Zeitpunkt der Beendigung des Be- BeS des früheren Befikers (ebenjo Filcher-Genle Note 7; teilweife ab. Ant. Pland Bem. 1, b, ROR.-Komm. Bem. 5). Die Berjährung des Anfpruhs aus 8829 (j. unten Bem, 7) beginnt exit, wenn felt/tebt, daß von einem auffichtspflıchtigen Dritten Erfaß nicht erlangt werden fann, und erft mit erlangter enntni8 des Verlegten von jeinem Erfabanfpruche nad Beftand und Umfang (vgl. hierüber die ein: zehenden und (Harfüinnigen Ausführungen von Schwarz [f. oben Note * zu 8 U 17 f#.; f. auch Sifjdher-Genle YMote 5, ROR.-Komm. Bem. 4 und 5 jur Neber den Beginn der Verjährung von Erfaßanfprüchen einer in Güter = zemein{dhaftt Lebenden Ehefrau f. Urt. d. Meichsger. vom 28. April 1910 ROGES. Bd. 73 S. 311 ff. 3. Sit die unerlaubte Handlung zugleih mit Strafe bedroht, fo tritt die Ver: ‚ährung des Schadenserjaßanipruchs ohne Rücklicht darauf ein, ob auch die Straf verfolgung berjährt ijt oder nicht (IM. II, 742; val. StGB. SS 66 ff.). Die in der II. ®omm. geftellten Anträge, die in diefer Beziehung Üebereinftimmung zwildhen Privat- „echt umd Strafrecht herbeizuführen fırchten, wurden abgelehnt (WB. II, 609 ff). 4, Soweit $ 852 nicht befondere Beftimmungen enthält, unterliegt auch die VBer- jährung des AnfpruchsS auf Erjaß des au8 einer unerlaubten Handlung entftandenen Schadenz den allgemeinen BVBorichriften der 88 194 ff. (vgl. B. II, 611). Dies gilt in8befondere: a) binfichtlichH der rechtliden Wirkung der Verjährung (S 222); b) binfichtlidh der Hemmung und Unterbrechung der Verjährung (88 202 ff., 208 ff.3 " binfichtlich der Unterbrechung der Verjährung Urt. d. NMeichsger. vom 25. März, 11. Oktober und 11. November 1907, ROT. Bd. 65 S. 398 ff. 48. 1908 ©S. 231 ff., Sur. Wichr. 1908 S. 10 ff., vom 10. November 1908 NOS. Bd. 70 S. 35 FM, vom 24. Mai 1909 NKecht 1909 Ir. 2265, Urt. d. DL. Rüln vom 19. Dezember 1906 Recht 1907 S. 53, Urt. d. DLG. Naum- burg vom 9. November 199 Ripr. d. DLG, Bd. 20 S, 269); c) binfichtlih der Berjährung rehtSfräftig feftgeitellter und diefen gleichttehender Uniprüche (SS 218 {f.); Ü) binfichtliH der Unzuläffigkeit rechtsgeiGäftlider AusfchlieBung oder Erfichwerung der Berjährung S 225). | 3. Die Borfchrift de3 8 197, wonadh Anfyrüche auf Rücjände von Renten der in den SS 843—845 bezeichneten Art in vier Jahren verjähren, wird durch S 852 Ubi. 1 nicht berührt {f. auch $& 218 Wbf. 2). ‚6. Gemäß 8852 Ub. 2 ift der Erfaßpilichtige audh nad Vollendung der Verjährung des Schadenserfabßanfpyruchs zur Heran8gabe defjen verpflichtet, was er durch die unerlaubte Gandlung auf often {f. Bem. I, 2 zu S 812) des Berleßten er- langt hat; für die Herausgabepfliht jind die Borfehriften über die ungerecdhtfertigte Bereicherung (88 812 0 maßgebend; dies gilt ingbefondere Hinfichtlidh des Ynhalts und UmfangS Diefer Verpflichtung (M. II, 743 ff, B. IL, 611; vgl. SS 818, 819 und Dem. Hiezu). Die Berzährung diefes BereidherungsanfpruchsS bemißt fih nad den allgemeinen Grundfäßen der 58 194 ff. (vol. Vorbem, 7 vor $ 812). Ter dem Verlepten nach $ 852 Abi. 2 zuftehende Anfpruch verjährt alfo in dreißig Jahren, die Ver- jährung beginnt aber nicht etwa erjt mit dem Zeitpunkt, in welchem der Schadens- erjJaßanipruch nach S& 852 Ubof. 1 verjährt ift fo Strohal in Iherıngk Jahıb. Bd. 34 S, 368 {f.), fondern mit dem Zeitpunkt, in dem der erlebte nach den SS 812 F. zur Er- hebung der Herausgabeanfpruchs berechtigt mar & 198 Sag 1; val. B. VI, 205, Pland Dem. 4, Goldmann-Lilienthal S. 928 Ann. 3, Neumann Note 3, il Oele Note 10, Schollmeyer S. 233, Dernburg $ 389, Il, CErome 8 340 Anm. 17). Der Nebergang des durch eine unerlaubte Handlung VBerlekten vom Schadens erfaßanfpruche zum Bereicherungsanfpruche nach 8 852 Aof. 2 ift meder als Klageänderung noch als Erhebung eines neuen UnfpruchS im Sinne des S 529 ZPO. anzufjeben (fo St er geugenber Begründung Urt. d. NeichSger. vom 28. Yuni 1909 RGE. Bd. 71 7, Die Beftimmungen des S 852 gelten für alle unerlaubten Handlungen im Sinne Ddiefes Titels, alto insbejondere auch für die Fälle, in denen ein Verfchulden des 4;