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        <title>Recht der Schuldverhältnisse</title>
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      <div>6. Titel: Dienftvertrag. Borbemerkung. 1005 
in jenem Art. 95 jelbft reichSrechtlidH ganz allgemein vorgejhrieben, daß dem Dienft: 
berechtigten gegenüber dem Gefinde ein ZüdHtigungsredht nidt zufteht. 
Val hiezu die näheren Erläuterungen in diefem Komm. Bd. VI zu 
Art. 95 EG.) 
Auf Grund de im Art. 95 EG. aufgenommenen BorbehaltZ und nad) Maßgabe feines 
Jachliden Umfang3 hat die bayerifhe LandesSgefeggebung eine Neuregelung der redhtlidhen, 
in8bejondere bhrivatrechtlihen Dienfibotenverhältnijje eintreten laffen und zu diejem Zwede 
in da8 AG. vom 9. Juni 1899 Art. 156—31 eine HMeihe von Sonderbejtimmungen unter dem 
Befamttitel: „SGefinderecht“ eingeftellt. Für die einfhHklägigen VBerhHältniffje gilt 
der Inhalt jener Artikel an erfter Stelle; daneben und ergänzend greifen die Beftimmungen 
des BGB, jpeziell diejenigen über Dienfivertrag ein; vgl. Bihm-Klein, Komm. zum bayr. AG. 
S. 46 ff., Genle-Schnetder, GandauZgabe deSfelben Gefjeße8 S. 41 f.; ferner Bl. f. RAU. Bd. 65 
S. 201 ff. und Dertmann, Bayr. LandesSprivatredht S 51. 
Sür Prenfen vgl. hiezu die SGefindeordnung vom 8, November 1810, für die Sftliden 
Provinzen, Sachien, Weftfalen und die rheiniidhen Kreife Efjen, Mühlheim, Ruhrort, für die 
Übrige Rheinprovinz f. Gefinde-Ordnung vom 18, Auguft 1844, für Schleswig-Holitein vom 
25. Februar 1840, für Neuvorpommern und Rügen vom 11. April 1845 fowie die zujammens 
hängende DarjieNung bet Dernhurg II 8 311, 1. ferner D. Jur.5. 1904 S. 102 und Korn, 
Dandbuch des Zivilrecht S. 178 f.; HinfichtliH der übrigen Bundesijtaaten vgl. die 
Bem. zu Art. 95 ESG. Val. ferner Hedemann, Zur Reform des Gefinderecht3, D. Jur.3. 1906 
S, 1358 und die dort zitierte Literatur. 
L. Umfang des Gefinderedht3 in UnjehHhung der Perfionen. ; 
Darüber, wer zum „SGefinde“, zu den „Dienftboten“, zu redhnen jet, fehlt eine reidhs-= 
oder landesSrechtlide Borfjchrift. Der Begriff it im Iandläufigen Sinne zu verftehen; 
Iienach fallen hierunter nad) der Kegel nur foldhe Dienftpflichtige, die zur Häuslihen Gemein- 
Ihaft gehören und Häusliche oder Landwirt/Haftlide Dienfte leiften; Schwierigkeiten bereitet 
inSbejondere die Abgrenzung des Begriffs „gewerblidher Arbeiter“ von dem „Dienft- 
boten“, Nähere Erörterungen f. im Bd. VI des Komm. zu Art. 95 ESG. und val. ferner 
Lotmar, Arbeitsvertrag Bd. 1 S. 17 ff, fowie au3 der Praxis RKfpr. d. OLG. (Bojen und 
Solmar) Bd. 17 S. 408, ferner über den Beariff des „Inftmann8“ Neumann Jahrb. 
Bd. VIN S. 226. 
2, Eingehung von Gefjindedienfiverträgen... Die Frage, von went foldhe 
Verträge gefhloffen werden Können, bemißt fidh nach den allgemeinen Normen des BGB. 
Dier einjdhlägig find von diejen namentlich die Vorfehriften 
a) über Recht3gefhäfte don in der Gefhäft3fähigleit befhränkten Perfonen (BGB. 
88 104—115); 1. au BOB. &amp; 1822 Nr. 7; 
3) de S 113 BGG. über die allgemeine Ermächtigung Minderjähriger zur Eins 
gehung von Dienft« und Arbeitsverhältnifjen durch ihre gejegligen Vertreter; 
2) über ehHeherrlidhe Befugnifje gegenüber der fig zu heriönlidhen Dieniten vers 
pfligtenden Ehefrau (BGB, 8 1358); 
4) über die Schlüffelgewalt der Chefran und deren daraus3 ent{pringende Berechtis 
gungen mit ihren KedhtSjolgen (BGB. S 1357). 
Val. aug allgemein Lothholz in D. Jur3Z. 1904 S. 444 und 445: Sind 
Gefindeverträge formlos gültig? Val. ferner D. Jur.3. 1904 S. 114. 
(But diefen reidhSrechtligen Normen gefellte der Art. 16 des bayr. AG. vom 9. uni 
L899 al8 Beftandteil der Gefindeordnung noch eine landesrechtlihe Zufaßborfchrift, welche 
nad dem Vorbilde der jächfijhHen Gejfindeordnung vom 2. Mai 1892 der Kolizeibehörde 
bemerfenZwerte Befugnifje gibt.) Val. Hiezu für Bayern auch Zufiändigkeit8verord- 
rung $7 (6. u. BBYBl. 1899 S. 1231). 
8, Neber mehHrfadie3 VBerbingen vgl, Art. 17 bayr. AG. 
4. Wegen de8 fvoa. Draufageldes val. Art. 18 bayr. AG.</div>
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