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        <title>Recht der Schuldverhältnisse</title>
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      <div>8. Titel: Mällervertrag. S 652. . 1151 
Nr. 16 (DL®. Kiel, Lehmann-King Ben. 4, b zu S 99 HSOB., an]dheinend 
auch Bland Bem. 2, c, Crome $ 272 Ann. 36, ROSE. Recht 1909 Itr. 3054, 
Kipr. d. OLG. Coitod) Bd. 1 S. 403, Dertmann Yem. 2, a, « a. S Leßterer 
Meinung ijt (anderS in der vorigen Aufl.) beizupflichten, Denn durch jolchen 
Rücktritt kann die Tatlache nicht ungefdhehen gemacht werden, daß Der Vers 
rag zunächft gültig und einwandfrei zuitande gefommen {ff und Daß ander- 
‘eitS gerade joldhes Buftandefommen den Lohnanfpruch des Müäflers end- 
yültig entfteben läßt; die @egenmeinung _mürde auch die Intereffen des 
Mütkler8 unbillig verlegen, val. insbe]. DYertmann 0, 0. 5. eumann in 
Bem. Il, 2, d vertritt eine Mittelmeinung dahin, daß der Hücktritt des Auf- 
traggeber8 hier den Unfpruh des Müklers8 nicht befeitige, wohl aber der 
Yücktritt des Vertragsgegners.) Val. ferner auch Dörr a. a. OD. 
Die Ausübung eines gefekßlidhen Rücktrittsrechts beim Haupt 
vertrage fann den Yäkleranfpruch nicht hinfällig machen, vgl. Sur. Wichr. 1901 
S. 171 Nr. 30, vgl. aber auch Dörr a. a. DO. 
Ueber Widerruf des Möklerauftrag8 und feine Folgen val. oben 
Bem. 11, 2, a. 
Ueber die Bedeutung der Saft denng einer Berfon zur Beteiligung 
zn einem Gefchäfte vgl. Kipr. d. DLG. Bolen) Bd. 8 S. 76 und das bet 
Warneyer Jahrb. Bd. 2 zit. Urt, d. DLS. Kiel vom 12. Februar 1903 (Buführen 
heißt „Deranbrin en“, Damit ift Se eine Werlautbarung der Mitz 
virkung des Bufübrenden verbunden). Val. aud oben Bem. NL 1 a. CE. 
Makhgebend ijt hier immer der angeftrebte mwirtihaftlide Zwed; ob bie 
Rechtsheziehungen fpäter in der For eine8 Gefjellichaft8= oder eines Dienit- 
jertrags ibre äußere Seftaltung erlangt haben, {ft gleichgültig (bal. auch 
Dernburg 8 339 und Bolze Bd. 8 Nr. 324). 
Dinfichtlih der HE der Gefhäftsanteile einer Genoffen1O aft mit 
5eihränkter Gaftpflidht vol. ROS., Hecht 1907 Nr. 1816. 
bedingten oder befriiteten Vertragsabichluß : 
Wegen der Entlohnung bei einem auff Hiebend bedingten Vertrag 
enthält Wbf. 1 Sag 2 die Beftimmung {welche übrigens auch dem Prinzive 
»e8 Saß 1 ent!pricht), daß nämlich in folhem alle der Maklerlohn erit 
perlangt werden kann, wenn die Bedingung eintritt. Diefe Vorfehrift it 
ber dispofitiver Natur, d. h. die N harıkien. fönnen vereinbaren, daß der 
Mäklerlohn fhon für die Vermittlung des bedingten Gelcdhäfts gezahlt werben 
'oll, 1. DLSG. Hamburg im Recht 1909 Nr. 1296 und Ripr. d. OLG. Bd. 20 
S. 215. Val. ferner auch 8 158 YAof. 1, Ripr. d. OL®. (Rolmar) Bd. 4 
S. 241 und Sur. Wichr. 1902 Beil. S. 228. Veber Yuflajfung als Bedingung 
oval. oben Wem. 2, g a. E. , 5 
Bei Aofchluß eines Vertrag mit auflöfender Bedingung ift die Ent 
“cheidung zweifelhaft. Faßt man diefle Bedingung al8 einen befonderen 
Nebenvertrag neben dem Hauptvertrag Auf, fo gelangt man zu dem 
Ergebnifje, daß Der Eintritt diefer Bedingung den SopeTe nicht wieder 
jefeitigen fan © Dertmann Bem. 2, a und Dürr a. a. D.). Nimmt mon 
ber mit der in Bd. 1 diefes Kommentars Vorbem. 3 vor S 158 und Bem. 7 
zu 8 158 niedergeleaten Unfhanung erfteres nicht an, 10 ergibt fih al8 
Kegel, daß der Mäklerlohn nur dann als endgültig verdient gelten Kann, 
wenn das vermittelte Gefchäft unbedingt geworden iit und infolgedejlen 
aufrecht bleibt. Billigkeitsgründe und der Umftand, daß das Gefeß nur für 
die auffchiebende Bedingung eine Sondervorichrift aufftellte, {prechen aller= 
dina8 mehr dafür, den N N En hier al8 verdient gelten zu fallen, vol. 
auch oben Bem, 2, g und RON-Komm. em. 3. Daß eine anderweitige 
Ber einDaNNG N den Mäklerlohn getroffen worden jet, hat der den Sof 
verlangende Mökler zu beweifen; f. Urt. d. OLG. (Stuttgart) vom 25. Milärz 
1904 in, ©, SXur.3. 1904 S. 822, übereinftimmend land, Neumann und 
Silcher-Henle zu &amp; 652; f. ferner auch M. 11, 553, Rospatt a. a. DO. S. 553, 
356, Sur. Wichr. 1895 S. 74, Recht 1906 S. 618 (DL®. Stuttgart), Kipr. 
d. DLG, (Dresden) Bd. 14 S. 28. Le 
Yeber Einwirkung auf Eintreten oder Nichteintreten der Bedingung in einer 
jeden Treu und ®Olauben verftoßenden Weile |. S 162 mit Bem. und 
pr. d. OLG. Bd. 4 S. 241. Nichterfüllung eineS anderen Bertrag3, von 
melchem der Eintritt der Bedingung abhängig war, Kann nicht obne weiteres 
118 eine argliftige Einwirkung angefehen werden, val. RKOS. in Iur. Wichr. 
1898 S. 443 und Neumanır a. a. OD. 
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