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        <title>Recht der Schuldverhältnisse</title>
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            <idno>1896406157</idno>
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      <div>25, Titel: Unerlaubte Handlungen. $&amp;amp; 823. 1613

jalt hätte erfennen müjjen, daß feine Handlungsweife dem Schubgefebe zumwiderläuft (vgl.
lanct Bem. IN, 4, Liszt S. 34 ff, Cola ! S. 681, Kuhlenbet Note 11, Filder-GHenle
Note 18, Dertmann, Bem. 4, €, &amp;amp; Cohn in SGruchot, BYeitr. 1899 S. 392 {f., Urt. 5.
YNeichsger. vom 18. November 1901, vom 16. Mat 1904, 15. April 1909 und 3. Oktober
1910, Sur. Wichr. 1902 S. 11 ., 1904 S. 408, 1909 S. 313, 1910 S. 1003, vom 12. YNovgember
 1908 Warneyer Erg.:Bd. 1909 S. 80, Urt. D. DHLS. Bamberg vom 18. März 1904
Seuff. Arch. Bd. 59 Nr. 204). ,
_ Da entfchuldbarer Srrtum ein Berfhulden ausfchließt (f. oben Ben. IL, C, 4), it
gemäß &amp;amp; 823 of. 3 nicht haftbar, wer aus entfchuldbarem Syrium gegen ein Schubgefeb
verftößt (3. B. eine Gemeinde, die auf Orund einer ungültigen Polizeiverordnung annahm,
 daß die Streupflidht Dei Slattei8 den Straßenanliegern oder Der Rreisgemeinde
obliege; |. Urt. dD. Neichsger. vom 4. Sftober 1906 und vom 4. März 1907, Sur. ich
1906 ©. 711, 1907 S. 251 Jowie vom 7. März 1907 D. Kur. 2. 1907 S, 539 und vom
5 Mn 1908 Recht 1908 S. 230).
 Aonfurrtierendes Berihulden des Verleßten kann au in den Fällen
des S&amp;amp; 823 Abi. 2 die Gaftung nach Maßgabe des S 254 mindern oder ausichließen (Urt.
d. Reichsger. vom 23. Mai 1905 Sur. Wichr. 1905 S. 388).
 ..D. Sinlichtlih des Srfordernifies des Kaufalzufammenhangs gilt das gleiche
mie für die Fälle des S 823 Abf. 1 (1. oben unter 4, D).
Beweispflichtig ift auch hier der Sat eben des In»
halts, daß der eingetretene Schaden ur die umiderhandlung gegen das Hußgefeß
verurfacht worden jet, befteht nicht (lirt. d. Neichsger. vom 3. Suli 1902 ROGOS. Bd. 52
S. 126, vom 27. Februar 1902, vom 6. Sttober 1903 und vom 16 Mai 1904, Sur. Wichr.
1902 Beil. S. 212, 1908 Beil. S. 126, 1904 S. 408 [gegen uümelin im Archiv f. d. 3zivililt.
Praxis Bo. 90 S. 293], Urt. d. HLG. Zweibrücken vom 5. März 1907 Bl. f. KU. BD. 7.
S. 679 ff; and. Anf. anfheinend Dernburg 8 388, VII; vgl. oben unter IL D, €)
IV. Berechtigte und verpflichtete Perfonen,
a) Erjaßberedhtigt ijt grundfäßlih nur der unmittelbar, nidht der
mittelbar durch die unerlaubte Handlung Gef{chädigte; Ausnahmen
von diefem GOrundfaß enthalten die SS 844, 845 (vol. Borbem. VD
ı Yun den Fällen des 8823 Abi. 1 iteht der Anfpruch auf Schadens
zriaß nur demjenigen zu, Ieffen Rechtsgut oder Kecht durch die un“
»rlaubte Handlung (unmittelbar) verleßt worden ijt. Bei der Ver»
eßung de8 Lebens (Tötung) tritt an die Stelle des Verlegten Telbitverftändlih
 defjen Erbe I. 8 844 und Bem, hiezu).
Xn den Fällen des 8 823 Ab. 2 fteht der Schadenserfabanfpruch
nur demjenigen (unmittelbar) Beichäbdigten zu, delien Schube das
verleßte Gejeg dienen foll CB. II, 569 ff Urt. d. OLG. Hamburg
vom 20. Mai 1903 Seuff. Arch. Bd. 60 Nr. 54, Urt. d. DLG. Kafjel
dom 18. Juni 1906 Recht 1906 S. 802); der andere, deffen Schuß das
Sefep bezweckt, muß Der Beichädigte fein Urt. d. NReichSger, vom
23. Mai 1906 und vom 4 Februar 1910, NOS. Bd. 63 S. 327,
Bo. 73 S. 32). Geht aljo dur Unterlaffung der Verwahrung eines
Brunnens ein Tier zugrunde, fo kann der Eigentümer des Tieres
nicht auf rund des $ 823 Ubi. 2 Erjoß Beaniyruchen, da S 367
Yr. 14 StOB. mır den Schuß von Menfchen a (Urt. d. DLG.
Naumburg vom 7. Februar 1902 echt 1902 . 180); verleßt ein
Nedhtzanwalt das Berufsgeheimniz (St®@B. S 300 jo fan nur ber
Mandant, nicht auch ein hiedurch gefMhädigter Dritter aus S 828
bj. 2 Hagen (Küngel in Sruchot, Seitz. 1896 S. 678); fährt ein
Ruticher entgegen einer polizeilichen MNorfchrift ralch über eine Brücke,
fo haftet er nicht auf @rund des &amp;amp; 823 bi. 2 dem Eigentümer eineS auf
dem Wagen befindlichen, durch die Erfchütterung zerbrochenen CSpiegels
‘Cofact 1, 4. Aufl. S. 605); wird durch Veritoß gegen 5 367 Nr. 12
SGB, ein Menich-getötet, {fo kant dellen Witwe nicht um deswillen
Schadenserfaß fordern, weil den Rindern gegenüber nunmehr fe
umterbaltäpflichtig fei, da das Gebot des 8 367 Mr. 12 StGB. nur
zum Schube der Paflanten, nicht auch zum Schuße ihrer Ungehörigen
beitimmt ijt (Urt. d. Reichsger. vom 22., Oktober 1906 ROS. Bd. 64
S. 344 f.); 8 368 Nr. 9 StOB. if ausfchließlich zum Schube des
durch die Zuwiderhandlung Schaden erleidenden Örundeigentümers
beftimmt (Urt. d. DLS®. Münden vom 30, April 1907 RNipr. d. DL®.
Bd. 18 S. 64); val. auch Sacubezky, Bem. S. 160, Träger, Kaufjalbeariff
=" "908 4% Pitmelin im Archiv ft D. aibiliit. Braris Bd. 90 S. 306 ff.</div>
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