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        <title>Recht der Schuldverhältnisse</title>
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            <idno>1896406157</idno>
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VIEL. MbidhHnitt: Einzelne Sdhuldverhältniffe.

Eine willfürlihe oder irrtümlidhe Neberfhreitung der Grenzen
des Auftrags Ichließt die Unwendbarkeit des S 831 nicht unbedingt aus;
anderfeits genügt zur Anwendung des 8 831 nicht die irrtümlidhe Annahme
 des Täters, er handle in Ausführung der ihm aufgetragenen Vers
richtung; entjcheidend i{t in derartigen Fällen, ob nach Lage des Einzelfjalls
noch der vom Gefebe verlangte innere Zufammenbhang zwilchen der Berrichung
 und der vorgenommenen Handlung befteht (Urt. d. RMeidhsger. vom
25. April 1910 Sur. Wichr. 1910 S, 652 ff.)
Die beitimmte Bezeidhnung der Berion, die von dem Beklagten zu
einer Verrichtung beftellt war und den Schaden zugefligt hat, ift zur Bes
aründung der Klage aus &amp;amp; 831 nicht erforderlich; eS genligt die Ungabe de8
Artes, der Zeit und der Hegleitenden Umftände des Vorgangs in Verbindung
mit dem Nachweis, daß eine vom Beklagten beftellte Verjon den Schaden
Jerbeigeführt hat. Wer von verfchiedenen zu derfelben Verrichtung bes
}tellten Berfonen den Schaden verurfacht Hat, kommt nur für den ESnt-"aftungSbeweis
 des Abi. 1 Say 2 in Frage; e8 it daher Sache des SE
diefen AUngeftellten zu ermitteln, wenn er den Bewei8 Hihren will. Der Ent»
(altungsSbeweiß fanız aber auch in der Weife geführt werden, daß er auf alle
Berjonen erftrecdt wird, die al8 beteiligt in Frage kommen fönnen (fo mit
echt Urt. d. RKeidhsger, vom 11. März 1909 AROGE. Bd. 70 S. 379 ff. gegen
BPland Vem. 1, a a. E; f. auch Urt. vom 1. Iuli 1909 Warneyer Erg.=Bd.
1909 S. 490 binfichtlih der Benennung des8 einzelnen Betriebsbeamten hei
einem Eijenbahnuntall).
| +. Ausfchluß der Haftung. Auch die Crfabpfliht nach $ 831 fegt Berfhulden
des Erjabpflichtigen ({f. oben Bem. 1) und Naufalzufammenhang zwijchen diefem
Berfchulden und dem eingetretenen Schaden (f. Bem. II, D und II, D zu $ 823) voraus.
Gemäß S 831 Wbi. 1 Sa 2 (val. SS 832 Ubi. 1 Sab 2, 833 Sab 2, 834 Sab 2, 836
Abt. 1 Saß 2, Wolf, 2) tritt daher die Erfaßpflicht des Gefchäftsherrn nicht ein, wenn er
bei der WuZwahl der beftellten Perfon, bei der BefdhHaffung der erforderliden Vor:
richtungen vder Gerätfchaften oder bei der Leitung der ustührung der Verrichtung
die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet (RP. II, 604) oder wenn der Schaden
troß Anwendung diefer Sorgfalt ermacdhfen märe. Das aleidhe gilt nach S 831 Mbf. 2
ir Die dajelbit bezeichneten Verfonen.
a) Neber den Begriff der im Verkehr erforderliden Sorgfalt f.
Bem. I, 2, a zu S 276.
* Sür die Beurteilung der Frage, ob bei der Au3wahl der beftellten
Werfon die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet murde, ift
don wefentlicher Bedeutung, weldherlei Berrichtungen in Frage ftehen.
Handelt e8 1ih um BVerrichtungen ganz einfacher Art, fo wird es
regelmäßig als genügend An werden miühlen, wenn der Beitellte
nach feinem Beruf, Alter und Sefchledht als tauglich ericdheint und
Anhaltspunkte für das Gegenteil nicht beftehen (Urt. d. OLG. Stuttgart
 vom 7. März 1902 Ripr. d. OLG. Bd. 9 S. 42). Je Ichwieriger
und vberantwortungsboller anderfeit8 die in Frage {tehende Berrichtung
:1t, um fo größere ÄUnforderungen werden an die forgfältige UnSmwahl
der zu beftellenden Berfon zu erheben fein; Ddie8 gilt vor allem hin-‚Actlich
 folder Berfonen, deren herufliche Tätigkeit mit einer erhebelien
 Gefährd ung des Publikums verbunden ift, mie Sokomotivührer,
 Motorwagenführer, mit Exrplofionsftoffen befdhäftigte Arbeiter
4. dal. (vgl. Urt. d. Meichaäger. vom 10. Dezember 1906 Sruchot,
Beitr. Bd. 51 S. 1000 ff. und vom 21. Februar 1907 Necht 1907
S. 379). Mit Recht Hat daher daZ Reichsgericht (mit Urt. vom
28. März 1904 ur. Wichr. 1904 S. 288 ff.; f. auch Urt. d. Reichsger.
vom 20. September 1906 und vom 23. April 1908, Jur. Wichr. 1906
S. 681 1f., 1908 S.405 ff., vom 15. Juni 1908 Bayr. 3. 1. N. 1908 S. 338,
dom 19. Movember 1908 Recht 1909 Yir. 2260, y. 30. September 1909 ebenda
Nr. 3076, Urt. d. DLS. Kolmar vom 3. November 1903 Recht 1903 S.551,
Urt. d. DL®G., Karlsruhe vom 30. Yanıar_ 1907 D. Iur.Z. 1908
S. 1175, Urt. d, DL®, Hamburg vom 29. September 1908 Kipr. D.
DS. Db. 18 S. 79 f., Urt. d. OLG. Braunjhweig von 15. April
1910 ebenda Bd. 20 S. 261 ff.) ausgefprochen, daß bei Auswahl eines
ChauffeurS das NE lin der erinrderlichen tehnifchen Ger
icOiclichkeit nicht ausreiche, vielmehr auch zu prüfen (ei, ob die zu
beiteNende VBerfon die zu Diefer Tätiafeit nötigen moralitfchen</div>
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