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aber doch als die Rechtsüberzeugung des VB angesehen werden
darf.

4. Im Sinne dieser Beschlüsse liegt auch die Erklärung, welche
die an den Verträgen von Locarno beteiligten Mächte gegenüber
Deutschland mit Bezug auf die Auslegung von Art. 16 abgegeben
haben!). Doch wird in dieser Erklärung mit keinem Worte der
Empfehlung des Rates nach Art. 16 gedacht, weder hinsichtlich
ihrer Wirkung für die Mitgliedstaaten, noch hinsichtlich der
Rechte und Pflichten der Ratsmitglieder bei Fassung des Be
schlusses. Das ist dann nachgeholt worden in dem Begleitschreiben
 Stresemanns zum deutsch-russischen Vertrag vom
24. April 1926). Immerhin ist zu beachten, dass es sich in beiden
les Membres de la Societ&amp; avec le de&amp;sir d’ex&amp;cuter de bonne foi leurs engagements.“

Ähnlich das Institut de droit international in seiner Resolution von 1923
über Art. 10, vgl. Annuaire de l’Institut 1923, 384. Aus dem Rapport Rolins
zur interpretativen Resolution zu Art. 10: „Quelle est la consequence de V’avis
du Conseil? Quelle suite doit &amp;tre donnee ä sa recommandation?... Sur ce
point, Ja re&amp;ponse de la Commission est nette. Il ne peut pas s’agir d’un ordre.
Ce serait une d&amp;rogation tres grave ä la souverainete des Etats qui ne sont pas
tous representes au Conseil, si le Conseil de la Societe des Nations pouvait,
sans intervention des Parlements, ordonner l’envoi de troupes dans un endroit
determine du globe. Jamais aucun interprete du Pacte n’a soutenu une interpretation
 semblable.‘“‘ IV Ass. PL. 77.
1) Anlage F zum Schlussprotokoll von Locarno vom 16. Oktober 1925:
„...D’apres cette interpretation, les obligations r6sultant dudit article pour
jes Membres de la Societe, doivent &amp;tre entendues en ce sens que chacun des
Etats Membres de la Soci6t€ est tenu de collaborer loyalement et efficacement
pour faire respecter le Pacte et pour s’opposer ä tout acte d’agression, dans
une mesure qui soit compatible avec sa situation militaire, et qui tiennent
compte de sa position gEographique.‘“ Das ist eine fast wörtliche Wiedergabe
 des Art. 11 Abs. 2 des Genfer Protokolls. Ähnlich, aber unter bestimmterer
 Betonung .der aus dem VBP fliessenden Pflichten der VBR in seiner Antwort
 vom 13. März 1925 an Deutschland. Zit. Strupp, Werk von Locarno,
83 ff. Gegen die Auslegung von VBP Art. 16 in Anlage F wenden sich Proteste
Finnlands und Persiens.
2) In Ziff. 3 wird gesagt, dass auch eine loyale Beobachtung der Verpflichtungen
 aus Art, 16 und 17 VBP durch Deutschland die grundsätzliche Friedenspolitik
 zwischen Russland und Deutschland nicht beeinträchtige. Ein Sanktionsverfahren
 komme nach diesen Artikeln nur in Betracht, wenn Russland
einen Angriffskrieg gegen einen dritten Staat eröffne. „Dabei ist zu berücksichtigen,
 dass die Frage, ob die U. S. S. R. bei einem bewaffneten Konflikt
mit einem dritten Staat der Anereifer ist. mit bindender Wirkung für Deutsch-