der Welt. Dieser verzweigte diplomatische und konsularische Apparat
ist in erster Linie geschaffen, um die wirtschaftlichen Interessen der
Schweiz zu wahren, dem schweizerischen Export immer wieder eine
Lücke im Gestrüpp protektionistischer. Maßnahmen des Auslandes zu
suchen und zu öffnen und auch die schweizerischen Importe wegen des
gebundenen Zahlungsverkehrs und der begrenzten Devisenzuteilung zu
lenken.

Gegen die Notwendigkeit eines Ausbaues des Außendienstes hat sich niemand
 verschlossen. Der Einsatz schweizerischer Sozialattaches nach dem
Zweiten Weltkrieg ist eine Folge dieser Entwicklung, galt es doch —
oder sollte es wenigstens —, besonders geeignete Organe zur Vertretung
des schweizerischen Standpunktes bei den neuen, sich stürmisch Geltung
verschaffenden politischen Kräften der Arbeitnehmerschicht ins Leben
zu rufen und sie zu ihrer Beobachtung zu haben. Rückblickend will nun
scheinen, daß das Politische Departement und die Minister den Sozialattach@
 nur als Organ gewisser Sonderinteressen gewertet haben und
werten, ohne seine Bedeutung für die gesamten nationalen Interessen
und den Außendienst insbesondere richtig zu erkennen. Der Sozialattach6-Dienst
 ist das fünfte Rad am Wagen der Diplomaten geworden!
Will aber der Gesandte in seinen Unterhandlungen oder das Departement
in Beurteilung der Lage erfolgreich sein, so haben sie sich in die Seele
des Partners hinein zu versetzen, und dazu sollte ihnen der Sozialattache@
behilflich sein — was er aber bis anhin nicht im erforderlichen Maße konnte.

In dieser Schrift kann nicht auf alle die Probleme um den schweizerischen
Sozialattach@ eingegangen werden. Sie darf auch nicht als oberflächliche
und ungerechte Kritik betrachtet werden; gilt es doch, eine konstruktive
Neugestaltung dieses Dienstes zu finden und ihn qualitativ höchsten
Leistungen zuzuführen. Die Notwendigkeit wird wohl nicht bestritten,
und sollte heute dennoch die Einsicht fehlen, so wird das dann nicht
mehr der Fall sein, wenn es gilt, in Zeiten der Krise und Depression den
schweizerischen Export und die schweizerische Außenwirtschaft allgemein
 zu behaupten und dem schweizerischen Arbeiter seinen Arbeitsplatz
und seinen Verdienst zu erhalten. In der folgenden Darstellung mag der
eine oder andere Strich fehlen oder nicht genau dort hingesetzt sein, wo
er hingehört, und nicht jeder Teil des gezeichneten Bildes mag genügend
aufgehellt sein. Das war nicht möglich; der Zweck aber dürfte erfüllt
sein, wenn berufenere Leute, vielleicht solche, die für den schweizerischen
 Außendienst mitverantwortlich sind, zur gründlichen Prüfung
der Probleme angeregt werden und als Frucht ihrer Bemühungen gut
durchdachte Vorschläge für einen zweckmäßigen Einsatz der schweizerischen
 Sozialattaches und für einen leistungsfähigeren Sozialattach@-Dienst
 zu unterbreiten haben.

Im Anhang sind einzelne Teile aus der Eingabe des Schweizerischen
Gewerkschaftsbundes und der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz