fraglichen Auslandschweizer durch
den Sozialattache. Die Tätigkeit
zeigt für die einzelnen Posten
typische Verlagerungen.
Bevor diese Dienste beurteilt und
bewertet werden und auf die in der
UVeberschrift enthaltene Frage eine
Antwort gegeben wird, ist es zweckmäßig,
 den schweizerischen Sozialattache-Dienst
 mit dem eines andern
Landes zu vergleichen. Ein solcher
Vergleich kann nämlich trotz all
den notwendigen Vorbehalten wertvolle
 Hinweise geben.
Zu diesem Vergleich soll der Sozialattache-Dienst
 der USA herangezogen
 werden, nicht aus Begeisterung
für dieses Land, seine Einrichtungen
 und die Lebensäußerungen seines
 Volkes, so wie weite Kreise der
Schweiz sie zeigen, auch nicht aus
Ueberschätzung der Fähigkeiten
des amerikanischen Außendienstes,
sondern ganz einfach aus dem
Grunde, daß kein anderes Land wie
die USA den Sozialattache — dort
wird er Labor-Attache genannt —
in den außenpolitischen Dienst eingesetzt
 hat und Einrichtungen geschaffen,
 die ihm ein erfolgreiches
Arbeiten erleichtern, ja erst gewährleisten.
 Der Vergleich wird
ermöglichen, den Finger auf
schwache Stellen im schweizerischen
 System zu legen, ohne daß
damit die Forderung erhoben werden
 soll, den Amerikanern sei es
unbedingt gleichzutun.
Schon die ungleiche außenpolitische
 Stellung beider Länder verbietet
 die Kopie. Die Schweiz als
Kleinstaat hat die Neutralität zur
außenpolitischen Maxime erhoben;

den USA aber ist die politische
Führung des Westens zugefallen,
und sie suchen dieser Aufgabe gerecht
 zu werden, was sie zu einer
aktiven Außenpolitik zwingt. Wie
in der Zielsetzung sind natürlich
auch die Methoden beider diplomatischen
 Dienste unterschiedlich.
Das wird man sich bei diesem Vergleich
 immer wieder vor Augen
halten müssen.

VIII. Das amerikanische Beispiel
Im Jahresbericht 1950/51 des Arbeitsdepartements
 wird auf Seite
199 ausgeführt:

«Außer auf die Zusammenarbeit
in den internationalen Organisationen
 legt die Regierung der
USA großen Wert auf unmittelbare,
 beidseitige Anstrengungen
zur Förderung des wirtschaftlichen
 Fortschrittes und der
gegenseitigen Mitarbeit, da nur
so der kommunistischen Aggression
 Halt geboten werden kann.
Unmittelbare Beziehungen zwischen
 amerikanischen Vertretern
 und der Arbeiterschaft
fremder Länder sind daher in
den gegenwärtigen Zeiten der
Spannung besonders wichtig...
Die Regierung der USA hat, als
sie ihren diplomatischen Außendienst
 ausbaute, die Bedeutung
der Gewerkschaften und der Ernennung
 von Sozialattaches nicht
verkannt und sie als wichtige
Elemente im Rahmen ihres Programmes
 berücksichtigt.»

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