Zur Unterstützung der Sozialattaches
 und zur Förderung seiner Tätigkeit
 ist nicht minder notwendig
der Ausbau der Verbindungen zwischen
 ihm und den Heimatbehörden,
so daß eine fruchtbare Zusammenarbeit
 sich zu entfalten vermag und
gegenseitige Anregungen sich einstellen.
 Der Sozialattach@ auf sich
allein gestellt, wird in der Regel
versagen, das heißt, nicht. das leisten
 können, was man von ihm erwartet.
 Seine Berichte sind von
den Bundesämtern zu verarbeiten
und erst das, was daraus entsteht,
läßt den Wert des Sozialattache-Dienstes
 erkennen. Damit wird natürlich
 vorausgesetzt, daß neben
dem Politischen Departement und
der Handelsabteilung auch die andern
 Bundesämter sich viel intensiver
 mit den Einflüssen des
Auslandes auf die schweizerische
Volkswirtschaft allgemein und auf
ihre zuständigen Fachgebiete insbesondere
 befassen. In solchen Fragen
 haben die Aemter in geeigneter
Weise die Verbindung mit den Wirtschaftsverbänden
 aufzunehmen,
ihre Ansichten und Anregungen
entgegenzunehmen, sich von ihnen
beraten zu lassen und wenn möglich
 sie zur Mitarbeit heranzuziehen.
 Dabei darf nicht unausgesprochen
 bleiben, daß der eine oder
andere Wirtschaftsverband seine
selbstgefällige nationale Isolierung
abstreift und sich mit den ihn
irgendwie berührenden Vorgängen,
Wirkungen und Gegenwirkungen
des Auslandes und seiner Wirtschaft
 befassen sollte. Viele dieser
wichtigen Probleme sind heute wegen

 der Hochkonjunktur und der
Vollbeschäftigung verhüllt und
versteckt; sie werden sich aber später
 beim wirtschaftlichen Rückschlag
 mit aller Schärfe und Dringlichkeit
 stellen.
Die enge Zusammenarbeit zwischen
Sozialattache, Bundesamt und Wirtschaftsverband
 ist zu sichern und
dazu eine arbeitsfähige und zweckmäßige
 Form zu finden, ohne daß
daraus eine Ueberorganisation zu
entstehen braucht. Was den Sozialattache
 betrifft, wird er längere
Zeit auf dem Posten bleiben müssen,
 um die soziale Frage und Bewegung
 des beschickten Landes genau
 kennen und beurteilen zu lernen
 — die heute im diplomatischen
Dienst noch häufigen Mutationen
sind im Sozialattache@-Dienst erst
recht nachteilig.
Einleuchtend dürfte sein, daß Sozialattach6&amp;s
 in alle Gesandtschaften
 der für die schweizerischen
Beziehungen wichtigen Länder abzuordnen
 sind. Zu prüfen wäre
selbst, ob nicht ein Sozialattache
sogar nach Moskau zu entsenden
sei, auch wenn sich wegen der besondern
 Verhältnisse in diesem
Land seine Berichterstattung nur
auf die Gesetzgebung, Regierungsverordnungen
 und Veröffentlichungen
 sowie auf Beziehungen zu amtlichen
 Stellen beschränken sollte.
Der Handel mit dem ‚Osten kann
nämlich eines Tages wieder wachsende
 Bedeutung für die Schweiz
erlangen.
Schon vor Jahren wurde der reisende
 Sozialattache zur Diskussion
gestellt. Dieser ist aber, weil un-