Erster Kampf alter und neuer Weltanschauung in Kirche und Staat. 67

gleichzeitig der Aufruhr, und am wenigsten vermochten etwa
der Bundestag oder die deutschen Großmächte zu helfen: denn
sie waren selbst zur Genüge beschäftigz.
Natürlich haben dabei diese kleinen Revolutionen im Grunde
nichts entschieden; sie sind nur symptomatisch für die fast völlige
Allgemeinheit der Bewegung. Das Schicksal der Revolution
als eines Ganzen hing von den Vorgängen in Wien und Berlin
und aus schon dargelegten Gründen vor allem von dem Ver—
laufe der Berliner Ereignisse ab.
In Berlin, das schon längere Zeit hindurch nicht mehr
ganz ruhig war, wurden wichtigere Vorgänge dennoch erst
durch die Nachrichten aus Paris und später auch von Wien her
ausgelöst.
Die ersten Nachrichten vom Sturze des französischen Juli—
königtums trafen hier schon am 27. Februar ein; allgemein
bekannt wurden sie aber erst tags darauf: und alsbald riefen
sie eine weitgehende Beunruhigung hervor!.
Es war zu einer Zeit, da die Regierung, auf Anregung
von Radowitzens vornehmlich, ernstlich an eine Bundesreform
und damit an Reformen auch für Preußen dachte; man hatte mit
Osterreich zu verhandeln begonnen; am 2. März reiste Radowitz
nach Wien ab. Am 10. März konnte er von dort berichten,
daß seine Anträge angenommen seien: „Das hiesige Kabinett
hat denselben durchweg zugestimmt, freilich nicht ohne lebhaftes
Andrängen, da die Berufung auf nationale Gedanken und
Institutionen hier doch noch immer etwas Fremdes ist.“ Am
25. März sollte in Dresden ein Fürstenkongreß zur Beratung
der Bundesreformen zusammentreten. Rußland, von Preußen
befragt, erklärte sich mit diesem Vorgehen einverstanden, ja
wünschte Eile.
In Preußen selbst ging man verwandte Wege. Am 6. März
entließ der König die Ausschüsse des Vereinigten Landtages

ich ei ; sie soll dazu dienen,
Die folgende Schilderung ist ziemlich inaehent e u —*
den Typus gleichsam der revolutionären en enn bn e
8 und dem politisch schließlich wichtiaste
waärtigen.