Voller Realismus.

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Millionen. Bis zum Jahre 1900 hatte sich diese Zahl etwa
oerfünfzigfacht. In Deutschland waren um 1840 im Zoll-⸗
oereinsgebiete kaum 500 Motoren vorhanden. Erst in den
fünfziger Jahren wird ein Ansatz zu schärferem Fortschritte
hbemerklich; in dem besonders industriellen Königreich Sachsen
wuchs die Zahl der Maschinen von 1856 bis 18601 um 8200
und die Zahl der Pferdekräfte um 119 0/0. Das Zeitalter der
Maschinen war damit angebrochen, wenn auch eine ganz rapide
Steigerung der im Dienste des Menschen befindlichen mechanischen
Kräfte in Deutschland erst nach 1870 stattgefunden hat; von
1873 bis 1895 ist die Zahl der motorischen Kräfte auf deutschem
Boden um 220040 gewachsen.
Natürlich konnten diese neuen Kräfte nicht gewonnen
werden ohne starke Entwicklung der heimischen Kohlen⸗, Eisen—
und Maschinenindustrie, so sehr man auch anfangs Motoren
und Werkzeugmaschinen aus England beziehen mochte. Und so
bezeichnet es besonders augenfällig den Anbruch des neuen Zeit—
alters selbständigen deutschen Wirtschaftslebens der Unter—
nehmung, daß seit Ende der dreißiger Jahre die eigene schwere
Industrie zuzunehmen begann; um diese Zeit trat die Laura—
hütte in Schlesien für Walzeisen in den Wettbewerb mit Eng—
land ein, und bald, seit den vierziger Jahren, sekundierten ihr
cheinisch-westfälische Walzwerke mit Profileisen und Puddlings—
blechen. Von da ab aber hat sich dann die Entwicklung zwar
anfangs langsam und nicht ohne Schwierigkeiten vollzogen: wie
mühsam nur konnte Krupp den Gußstahl seiner Erfindung
gegenüber den entsprechenden englischen Erzeugnissen zur Geltung
bringen! Indes mit dem Beginne der sechziger Jahre war
doch schon eine gewisse Höhe des Aufschwungs erreicht; die
Londoner Industrieausstellung des Jahres 1862 zeigte der
Welt und vor allem den Deutschen selbst, daß sie in vielen
ihrer Produkte sehr wohl mit den englischen, bisher für unüber—
trefflich gehaltenen Erzeugnissen konkurrieren konnten; und der
Verlauf der sechziger Jahre sah schon einen wesentlichen Auf—
schwung der edelsten Produktion des neuen Zeitalters, der
Produktion des Stahles. Dabei soll nun nicht weiter verfolgt