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ebenbürtig, ja in manchem überlegen dem alten Kreise der Ge—
bildeten gegenüberstellten.
Schon durch die enthusiastische, noch mehr durch die
romantische und frühintellektualistische Höhezeit der ersten Periode
des Subjektivismus war ein Streben eben der Besten und
Weitestblickenden gegangen, den ideologischen Werten der neuen
Kultur praktische, dem scheinbaren Jenseits ihrer durchschnitt—
lichen Bildung ein sichtbares Diesseits gegenüberzusetzen. Ein
leiser Zug in dieser Richtung schwellt schon das praktische
Christentum des „Wandsbecker Boten“ und selbst vor ihm
Hamanns und Lavaters; später ist vor allem Goethe der
Verkünder einer neuen Kultur der Tat und des Willens ge—
wesen.
Diesen noch mehr prophetischen als praktischen Tendenzen ent—
sprach dann aber, wir wissen es, der weitere tatsächliche Verlauf der
ganzen Periode. Gewiß hat der Realismus, mit dem sie schloß, zu⸗
nächst die Rationalisierung der mehr enthusiastischen und poetisch
gewonnenen Werte des Beginns der Periode durchgeführt: aber
indem man sich damit aus Weltenfernen auf die breite Fläche
dieser Erde versetzt sah, empfing zugleich das praktische Leben,
die Willenstätigkeit erhöhte Impulse. Und es würde zu den
lehrreichsten Aufgaben speziellerer Durchforschung dieser Zeit
gehören, den Vorgang dieser Umbildung vor allem in den Er—
zeugnissen der Phantasietätigkeit, soweit sie die jeweilige Gegen—
wart widerspiegeln, zu verfolgen. Welch ungeheurer Sprung
hier von den Idealismen Werthers in Goethes Jugendroman
bis etwa zu den willensfesten und in ihre Sphäre wohl—
eingestellten Figuren in Freytags „Soll und Haben“, wie sie
vielleicht am besten den Übergang zu der neuen Schicht in—
dustrieller Hegemonie kennzeichnen! Da ist nicht mehr die
Rede von transzendenten Dingen und Imaginationen einer un⸗
produktiven Phantasie: bei seiner Arbeit, „da, wo es noch in
seiner Tüchtigkeit zu finden ist“, will der Dichter sein Volk
suchen. Und so predigt er keine Ideen und setzt seine Hoff—⸗
nungen auf keine Ideen, sondern erzählt von dem schlichten
Nutzen einfacher Willensbetätigung im Nächsten: und die Helden—