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5. Gewährung von Beiträgen an landwirtschaftliche Melioratio—
nen, nicht nach Maßgabe dessen, was der Kanton Tessin selber
leistet, sondern in einem Ausmaße, das seiner Sonderstellung
als Bergkanton und der eigenartigen klimatischen Verhältnisse
Rechnung trägt und die so bemessen sind, daß die absolut not—
wendigen Bodenverbesserungen heute in Angriff genommen
werden können.

Der Schweizerische Bauernverband hat sich entschlossen, die wirt—
schaftlichen und wirtschaftspolitischen Begehren der Tessiner Land—
wirte in einer Konferenz zu behandeln. Diese fand am 3.4. August
1939 in Faido statt. Es nahmen daran teil:

Aus dem Kanton Tessin die Herren:
Bernardoni, Camponovo, Cattaneo, Huter, Juri, Lanini, Mar—
tignoni, Olgiati, Reali, Staffieri;

aus der deutschen Schweiz die Herren:
Bretscher, Ryf und Schwaller.
Den Vorsitz führte Dr. Howald, Vorsteher des Schweizerischen
Bauernsekretariates.

Der Konferenz wurde seitens des Bauernverbandes folgende
Liste von Verhandlungsgegenständen unterbreitet:
1. Allgemeine Orientierung über die Lage der Tessiner Landwirt⸗
schaft.
2. Verbesserungsmöglichkeiten durch Bundeshilfe:
a) Milchproduktion und Milchabsatz,
b) Schlachtviehproduktion und Schlachtviehabsatz,
e) Gemüse⸗ und Weinproduktion und ⸗absatz,
d) andere Maßnahmen (Maisproduktion, Tariffragen usw.).
Im folgenden werden wir unsere Ausführungen im wesent⸗
lichen auf die Ergebnisse dieser recht fruchtbaren Aussprache mit
Vertretern der Tessiner Landwirtschaft stützen.