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Die Bestände an Rindern, Schafen und Ziegen weisen einen
zum Teil sehr empfindlichen Rückgang auf, nur der Schweine⸗
bestand hat sich leicht gehoben. Wenn auch anzunehmen ist, daß
die heute gehaltenen Nutztiere — insbesondere die Rinder —
schwerer und leistungsfähiger sind als 1866, so muß doch fest—
gestellt werden, daß im Kanton Tessin im Gegensatz zu den
übrigen schweizerischen Kantonen und trotz des Rückgangs des
Ackerbaues keine oder nur eine unerhebliche Vergrößerung der
viehwirtschaftlichen Produktion eingetreten ist. In den einzel—
nen Gemeinden und Bezirken ist die Entwicklung etwas un—
gleich. Dies gilt insbesondere für den Schweinebestand, bei dem
die Verminderung des Bestandes in kleinbäuerlichen Betrieben
durch die Bestände einiger neuer Schweinemästereien kompen—
siert worden ist. An bemerkenswerten Tatsachen sind noch her⸗
vorzuheben der Rückgang der Zahl der Schafhalter von 6757
im Jahre 1866 auf 2341 im Jahre 1936 und die Abnahme der
Zahl der Ziegenbesitzer von 7936 auf 4990.
Eine beachtenswerte und erfreuliche Zunahme weisen der
Geflügelbestand und die Zahl der Bienenvölker
auf. Der Hühnerbestand hob sich z.B. von 988646 Stück im
Jahre 1918 auf 303 790 Stück im Jahre 1936, die Zahl der
Bienenvölker weist seit 1911 eine Zunahme von 5156 auf 8045
anno 1936 auf. Mit der Vermehrung der Bestände geht bei bei⸗
den Nutztiergattungen auch eine Zunahme der Besitzer einher.
Die Zahl der Geflügelbesitzer stieg in der angeführten Zeitspanne
von 17 247 auf 20347 an, die Zahl der Bienenbesitzer von 927
auf 1074.

8.

In die Buchhaltungsstatistik konnten wir leider bis
anhin nur verhältnismäßig wenig Tessinerbetriebe einbeziehen.
Immerhin gestatten diese Abschlüsse doch einige Hinweise auf
die innere Struktur der berufsbäuerlichen Betriebe des Kan—
tons Tessin. Die Ergebnisse können aber nicht ohne weiteres
verallgemeinert werden und lassen sich insbesondere nicht auf
die nebenberuflichen Zwergbetriebe übertragen. Wir unterschei⸗
den in der Buchhaltungsstatistik sogenannte Talbetriebe, wie sie
namentlich im Bellinzonese und im Sottoceneri anzutreffen
sind, und die Bergbetriebe des obern Kantonsteiles. Die ver—