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Verbande ist namentlich deshalb so ungünstig, weil die Milch—
menge, die zur Verarbeitung kommen mußte, in den letzten
Jahren stark zugenommen hat, während der private Händler
sozusagen keine Ueberschußmilch verwerten mußte.
Aus dieser Schilderung der Verhältnisse geht deutlich her⸗
vor, daß das Milchproblem im Kanton Tessin vor allem eine
Frage der Organisation der Milchproduzenten und des Milch⸗
handels ist. Das ist den Fachleuten sehr wohl bekannt und es
ist verdankenswert, daß sich speziell auch der Vorsteher des Land⸗
wirtschaftsdepartementes des Kantons Tessin, Herr Staatsrat
Martignoni, nachhaltig für eine Verbesserung der milch⸗
wirtschaftlichen Organisation eingesetzt und hiezu im Einver⸗
ständnis mit den Interessenten und den eidgenössischen Instanzen
auch bereits ein Statut ausgearbeitet hat. Dieses lautet in sei⸗
ner Fassung vom 13. Juni 1938 wie folgt:

Milchwirtschaftliches Statut vom 13. Juni 1938.
„Die unterzeichneten Vertreter des Verbandes der Tessiner Milch⸗
produgenten (Federazione ticinese dei produttori di latte),
Verbandes der Genossenschaften tessinischer Milchproduzenten
(Unione cooperativa ticinese produttori di latte),
Tessiner landwirtschaftlichen Vereins (Corporazione agricola
ticinese),
der Sektion Bellinzona des Verbandes der Genossenschaften tessini⸗
scher Milchproduzenten (Sezione di Bellinzona dell' Unione
cooperativa ticinese produttori di latte)
beschließen nach längerer Diskussion folgendes:
1. Bis Ende Mai 1939 werden die Milchproduzenten von Lugano,
Bellinzona, Locarno ihre Milch bringen:
nach Lugano: in die Latteris Luganese und Latteria Andina;
nach Bellinzona: Latteria di Bellinzona della federazione
ticinese produttori di latte; Latteria Eredi Ghisletta Cesare
und Latteria Ghisletta Emilio in Giubiasco:
nach Locarno: Latteria Cattori Per Ia federazione ticinese
produttori di latte; Latteria Garbani per l'Dnione cooperativa
 ticinese produttori di latte