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Zentralverband zur allgemeinen Milchpreisstützung beansprucht,
sondern dem kantonalen Milchverband zwecks teilweiser Deckung
seiner Verarbeitungsverluste überwiesen. Außerdem ist der
Tessinerverband für einige wenige Genossenschaften mit lokaler
Butterbereitung in den Genuß des Zuschusses der sogenannten
Aktion C gesetzt worden. Die diesbezüglichen Postulate in den
„Neuen Tessiner Begehren“ sind durch die bisherigen Bemühun⸗
gen größtenteils verwirklicht oder gegenstandslos geworden.
Wenn einmal die Organisation der Tessiner Produzenten
vollständiger ist als heute, wenn namentlich die Verarbeitung
der Ueberschüsse in geordnete Bahnen gelenkt ist und sämtliche
Lieferanten oder Ausmesser von Konsummilch zur Leistung des
Krisenrappens und der Ausgleichsgebühr herangezogen werden,
dann wird es seitens des Zentralverbandes auch eher möglich
— D
nen für Butter, Käse usw. einzubeziehen. Es ist mit Sicherheit
anzunehmen, daß sowohl der Bund wie der Zentralverband
schweizerischer Milchproduzenten den Wünschen der Tessiner
Milchproduzenten soweit als möglich entgegenkommen. Heute
fehlt jedoch für diese Unterstützung noch zum Teil die kantons⸗
interne organisatorische Grundlage.
Für die technische Förderung der Milchwirtschaft, insbe⸗
sondere die Verbesserung der Käseproduktion und die Ausdeh—
nung der Weichkäseindustrie, dürften ähnliche Lösungen getrof⸗
fen werden, wie sie zur Zeit für die Kantone Graubünden und
Wallis im Gange sind. Die Ordnung der Einzelheiten muß in
Anpassung an die lokalen Verhältnisse erfolgen. Wichtig ist vor
allem die Bereitstellung gewisser Spezialkredite seitens des Bun⸗
des zur Verbesserung der Käserei- und Buttereieinrichtungen
in den Berggebieten, in denen die Milch verarbeitet werden
muß. Diesen Forderungen kommt deshalb erhöhte Bedeutung
zu, weil die vergrößerte Marktmilchmenge nur durch Verarbei—
tung zu Butter und Käse verwertet werden kann. Der Konsum⸗
milchverbrauch läßt sich kaum steigern und auch der Rahmver⸗
brauch nur in bescheidenem Umfange.
Schlachtviehproduktion und Schlachtviehabsatz: Der südliche Teil
des Kantons, das sogenannte Mendrisiotto, ist seit Jahren be⸗
kannt als ausgesprochenes Mastgebiet für Ochsen. Früher wurde

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