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diese Produktion stark konkurrenziert durch die Schlachtviehein⸗
fuhr aus Italien. Seitdem es möglich geworden ist, die Schlacht⸗
vieheinfuhr nur noch dem wirklichen Bedarfe des Landes anzu⸗
passen, hat sich die Situation für die Tessiner Viehmäster wieder
günstiger gestaltet. Die Preise für fette Ochsen und Rinder sind
im Kanton Tessin durchwegs um etwa 10 Rp. je Kg. Lebend⸗
gewicht höher als in der deutschen Schweiz. Zur Förderung des
Absatzes sind auch im Tessin Schlachtviehmärkte eingerichtet wor⸗
den, und bei gelegentlichen Absatzstockungen griff in den letzten
Jahren die Zentralstelle für Schlachtviehverwertung in Brugg
entlastend ein. Da in den Kanton Tessin immer noch ziemlich
viel Schlachtvieh aus der deutschen Schweiz eingeführt wird, ist
eine weitere Förderung der Schlachtoiehproduktion durchaus
angezeigt. Sie sollte erfolgen durch Begünstigung der Aufzucht
von Jungochsen, sogenannter „Mocc“, unter Benützung von
wenig abträglichen Weiden im oberen Kantonsteil, und durch
zweckmäßige Vermittlung dieser Jungtiere an die Mäster des
südlichen Kantonsteils. Den tessinischen Landwirten ist empfoh⸗
len worden, für die Durchführung dieser Aktion eine besondere
Kommission einzusetzen, die dann in Zusammenarbeit mit der
Zentralstelle für Schlachtviehverwertung in Brugg auch den Ab⸗
satz von Schlachtkälbern aus dem Verzascatal usw. fördern und
die Faselviehvermittlung an wenig bemittelte Viehhalter und
Viehmäster an die Hand nehmen könnte. Die Gewãährung spe⸗
zieller Einfuhrkontingente von Schlachtvieh an die Tessiner
Metzgerschaft kann dagegen seitens der schweizerischen Schlacht⸗
viehproduktion wegen der Konsequenzen für andere Grenz⸗
gebiete nicht gebilligt werden. Sie ist auch nicht notwendig
zur Stützung der Preise. Wenn im Kanton Tessin eine aktions⸗
fähige Instanz für die Förderung der Schlachtviehverwertung
und den Schlachtviehabsatz geschaffen wird, so wird es in enger
Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Zentralstelle für
Schlachtviehverwertung ohne weiteres gelingen, der Tessiner
Schlachtviehproduktion eine privilegierte Stellung zu schaffen
und zu erhalten.
Als bodenständiger Zweig der Viehverwertung ist für den
Kanton Tessin die Salami- und Mortadellafabri—
kation anzusprechen. Zur Verarbeitung gelangten allerdings