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Schlussergebniss.

Ablösungsrenten; 4. auf dem der Domänenverwaltung 548000 M.;
5. auf dem der allgemeinen Finanzverwaltung 2415648 M.; 6. zur
Verzinsung hinterlegter Gelder 560 000 M.
Die Summe der Passivrenten beträgt mithin nach dem Etat 1908
244075812 M. oder auf den Kopf der Bevölkerung!) 7,79 M.
Zur Tilgung sind ausgesetzt: 1. auf dem Etat der Staatsschuldenverwaltung
 (Kap. 36) 413836420 M.; 2. auf dem der Eisenbahnverwaltung
 264183 M., d. i. zusammen 41 600 603 M. oder auf den Kopf
der Bevölkerung rund 1.20 M.

Schlussergebniss.

$ 91. Wenn nach 8 90 die Summe aller preussischen Staatsschulden
 rund 7 Milliarden beträgt, so ist dabei zu berücksichtigen,
dass alle Schulden für Reichszwecke, also für Aufgaben, die den
preussischen Staatsangehörigen ebenfalls mit zu Gute kommen, und
falls ein deutsches Reich nicht bestände, grossentheils aus preussischen
Staatsmitteln gedeckt werden müssten, in jener Summe nicht einbegriffen
 sind. Die Reichsschuld beträgt jetzt annähernd 3 Milliarden.
Rechnet man hiervon, der Bevölkerungsziffer entsprechend, %, auf
Preussen, so würden der Schuldsumme von 7 Milliarden noch
18 Milliarden hinzutreten, sodass sich‘ die Gesammtbelastung auf
annähernd 9 Milliarden Mark stellen würde.
Auch diese Summe kann bei dem sonstigen Stande der preussischen
 Staatsfinanzen nur eine mässige genannt werden. Zwar lässt
sich der Stand des gesammten diesem Schuldbetrag gegenüberstehenden
Aktivvermögens des preussischen Staates nicht ziffermässig genau berechnen,
 sondern nur annähernd schätzen. Aber es kann keinem
Zweifel unterliegen, dass sich auch bei vorsichtigster Schätzung der
Werth der Gesammtaktiva nicht unerheblich höher stellte, als der
der 7 Milliarden Passiven.
Das in den Eisenbahnen investirte Anlagekapital beträgt nach
dem letzten dem Landtage vorgelegten Verwaltungsbericht der Eisenbahnverwaltung
 (No. 7 der Drucksachen der A. H. für 1908) rund
8 Milliarden Mark. Die Domänen werden, gering veranschlagt, mit
etwa 402 Mill., der Forstbesitz mit 1243 Millionen bewerthet werden
können.?) Das Anlagekapital der der Gewerbesteuer unterliegenden

1% nach der letzten Zählung (1900) 34 472 509 M.
?) Bei Gelegenheit der Vorarbeiten zur Ergänzungssteuer im Anfang der 90er Jahre,
wurde, um Vergleichspunkte für die Schätzung des Gemeinen Werthes aller Liegenschaften
 zu finden. im Finanzministerium u. A. der Werth des überwiegenden Theiles des