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Allgemeine Finanzverwaltuug.

Kassel: An den Landgrafen Alexander Friedrich von Hessen,
Rente 606 720 M.; an die Fürstlichen Häuser Hessen-Philippsthal und
Hessen-Philippsthal-Barchfeld, Rente 300 000 M., zusammen 906 720 M.
fs. oben).
Wiesbaden: Vormals Nassauische Renten. Den Töchtern der
verstorbenen Gräfin Emilie von Reichenbach-Lessonitz (mit Ausnahme
der Tochter Josepha Karoline Louise Wilhelmine Emilie, verehelichten
Gräfin Zichy), früher dem Fürstlichen Hause Wied 18 925,71 M.:; denselben
 12480 M.: denselben 138,51 M.; denselben, früher den Besitzern
 der Herrschaft Schaumburg-Holzappel 7268,58 M.; dem Grafen
von Alt- und Neuleiningen - Westerburg 9017.14 M.. zusammen
47 829,94 M.
Koblenz: Wied-Neuwied — nicht ablösbar — 45000 M.; Solms-Lich
 (Ablösbarkeit zweifelhaft) 7667,86 M., zusammen 52667,86 M.
General-Staatskasse: an den Fürsten Leopold von Hohenzollern
 (Staatsvertrag v. 7. Dez. 1849 Art.7 (G.-S. S, 289) 75000 M.;
an den Prinzen Christian zu Schleswig-Holstein (s. oben) 30000 M.
zusammen 105 000 M.

4. Sonstige Renten und Entschädigungen.
S$ 158, Kap. 43 Tit. 5) Sonstige Renten und Entschädigungen
für aufgehobene Zölle und andere Berechtigungen (einschliesslich
2582,64 M. künftig wegfallend) 214 929 M.
Es handelt sich um Renten und Entschädigungen, welche im
Wesentlichen auf rechtlicher oder gesetzlicher Verpflichtung beruhen,
 meist aufgehobene Wasserzölle und Gewerbeberechtigungen
betreffen, und sämmtlich auf den Etats der Regierungshauptkassen
geführt werden. Die höchsten Gesammtantheile der Summe von
214929 M. entfallen auf Potsdam (830808 M. für verlorene Schleusenınd
 Wasserzölle), Frankfurt a. O0. (33496 M., ebenfalls für Aufhebung
verschiedener Zölle und Gewerberechte), Stralsund (12000 M. an den
Magistrat für anfgehobene Zollrechte), Erfurt (33700 M., darunter
24600 M. für Aufhebung des „Geleites“ von Sachsen-Weimarischer
Regierung), Aurich (20350 M. an den Magistrat zu Emden wegen Aufhebung
 des früheren Emszolles), Cöln (10468 M. reichszuschussmässige
Renten) u. s. w.
') Kap. 43 Tit. 3 ist gegenwärtig vacat, — Seit 1889/90 standen auf diesem "Titel
Auschüsse zur Ablösung von Domänenamortisationsrenten (in den Kreisen Heiligenstadt,
Mülhausen und Worbis), die aber 1890/91 in Folge Ablösungen fortfielen. -—- 1892/98
wurden in diesen Titel eingestellt 530000 M. Rente an die Provinz Sachsen für Uebernahme
 der Verwaltung und Unterhaltung seither fiskalischer Wege, die bis dahin auf dem
Etat der Bauverwaltung standen, aber auf Grund des $ 44 des Ges. v, 11. Juli 1891 (G.-8.
5. 316) der Provinz zur Unterhaltung überwiesen wurden. Seit 1893/94 verringerte sich der
Betrag um 404374 M. in Folge Ablösung. Weitere Ablösungen fanden in den folgenden
Jahren statt, sodass der Posten von 1897/98 wieder ganz vom Etat verschwand.