1l. Nachträge. — Ueberschussverwaltungen. $S$ 213, 214. 999

Stralsund und Magdeburg 546, 476 und 1473 ha, 1901 in den Bezirken
Frankfurt a. O., Posen und Magdeburg 218,3, 1080 und 970,9 ha. In
den neuen Provinzen wurden grössere oder doch besonders werthvolle
Flächen verkauft besonders in Schleswig-Holstein (1900: 476,8 ha für
1213828 M., 1901: 183 ha) und in den Regierungsbezirken Aurich
(1899: 177,2 ha, 1900: 100,7 ha, 1901: 210,6 ha), Wiesbaden (1899:
90,15 ha, 1900: 26,8 ha für 635182 M., 1901: 11,3 ha für 1167421 M.),
Lüneburg (1901: 120'/, ha) und Kassel (1899: 90,15 ha, 1901: 107,4 ha).
Die in Schleswig-Holstein 1900 veräusserte Fläche bestand in der
Hauptsache, 465 ha, in dem das Trennewurther Vorland, dem neuen
Steert-Sommerkoog und den Rathjensdorfer Sommerkoog, die alle nun
mit Winterbedeichung versehen waren, umfassenden „Kaiserin Auguste-Viktoria-Koog“,
 die im Wiesbadener Bezirk 1900 und 1901 ver-Äusserten
 in dem „Neroberg“ bei Wiesbaden und, in dortigem Baugelände.
 Umgekehrt wurden im Ganzen angekauft: 1898/99 355,508,
1899: 1568,643, 1900: 3808,788 und 1901: 2129,699 ha. Hiervon entfielen
 auf die alten Provinzen etwa 300, 1814, 2940 und 2119 ha, und
zwar insbesondere 1898/99 auf die Bezirke Arnsberg 116,7, Coblenz
164,6 ha, 1899 auf Königsberg 1805 ha, 1900 auf Marienwerder 519
Köslin 1805, Stralsund 1071, Minden 319,6, Coblenz 40,5 und Aachen
147,3 ha, 1901 auf Danzig 426,3, Köslin 866,4, Merseburg 81.1, Arnsberg
 56,5, Aachen 452,2 ha. Von den neuen Provinzen hatte Ankäufe
grösseren Umfangs nur Schleswig-Holstein aufzuweisen, wo 1899 Vorwerke
 mit 251%, und 1900 solche mit 847'/, ha erworben wurden, eine
Erwerbung von besonders hohem Werth 1900 Wiesbaden in den für
mehr als 1,1 Mill. M. angekauften Wilhelmj’sehen Weingütern in
Rauenthal-Eltville. Die insgesammt gezahlten Kaufpreise betrugen in
den 4 Jahren beziehentlich 448 301, 1 700 286, 4 105 150 und 1 330 125 M.,
die Erlöse aus Verkäufen 13483928, 2573545, 8336856 und 7281 927
Mark. In allen diesen Zahlen über Grösse und Werth der umgesetzten
Objekte dokumentirt sich der durch die bis 1899 bestehende Haftung
der Domänen für Staatsschulden verhinderte Beginn einer grosszügigeren
 Domänenpolitik.
Die durch Tausch bewirkten Zugänge betrugen 1898/99 bis 1901
96,927, 1,929,649, 39.428 und 38,978 ha, die durch Tausch und Ablösung
 bewirkten Abgänge 110,546, 688,424, 55,045 und 49,314 ha.
Insgesamt sind von 1867 bis Ende 1901 dem Domänenareal hinzugetreten
 11 807,816 ha mit 155596 M. Grundsteuerreinertrag, entzogen
worden 61 830,042 ha mit 1 260946 M. Grundsteuerreinertrag, während
die Kaufgelder der gekauften Flächen betrugen 9062 519. die der verkauften
 84821 046 M.
Die An- und Verkäufe der letzten Jahre betrafen vorzugsweise
Domänenvorwerke, sodass deren Bestand sich trotz Zerschlagung
von Vorwerken in Rentengüter, Ueberweisung an die Ansiedelungskommiesion.
 Uebertragung der der Gestütsverwaltung verpachteten