J]I. Nachträge. — Ueberschussverwaltungen, $ 215. 2831

betrieb und Mineralwasserabsatz, mit 42000 M. allerdings auch auf die
in Gemässheit der Bestimmungen des Gesetzes über den Staatshaushalt
seit 1902 hier in Einnahme, im Kap. 1 Tit. 22 wieder in Ausgabe zu
stellenden Zinsen des rd. 1'/, Millionen betragenden Emser Kurfonds,
sind die Mehreinnahmen dieses Einnahmetitels zurückzuführen.
Der „Emser Kurfonds“ besteht in !/3 eines 1868 der Staatsregierung von der Gesellschaft
 zum Betriebe der Kuretablissements in Wiesbaden und Ems aus dem Reinertrage
der gesellschaftlichen Unternehmungen zur Förderung der Interessen dieser Badeorte überwiesenen
 Kapitalfonds, von dem die übrigen %z Wiesbaden überwiesen sind. Ueber die
Zinsen des Emser Fonds verfügt eine vom Staate und der Stadt Ems gewählte Kommission
zu Gnnsten des Badeorts.
Auch in Tit. 7 ist ein geringer Zinsbetrag eines Staatsnebenfonds
(Klubstiftung zu Zilly zu Gunsten alter Dienstboten und Arbeiter
dieser Domäne) hinzugetreten.
8 215. Bei den dauernden Ausgaben der Domänenverwaltung
 haben im Allgemeinen seit 1899 wenig bedeutende Veränderungen
 stattgefunden. Ks sind einzelne nene Beamtenstellen
errichtet.
1900 wurden ein zweiter Weinbaudirektor mit 2700—5700 M. Gehalt für die Anlagen
in der Saar- und Moselgegend, 1901 ein Badekassenrendant in Norderney mit 1800—4200
and für die Binnensee- und Stromfischerei in Masuren und Litthauen 13 etatsmässige
Fischereiaufseher mit 900—1500 M., 1902 ein Meliorationsbauwart für die Landgewinnungsarbeiten
 an der Ostfriesischen Küste mit 1650 -—3000 M., zwei Weinbergsaufseher mit
1200 —1600 und ein Weideaufseher mit 900—1200 M., 1908 in Folge Auflösung des
Brunnenkomtoirs in Ehrenbreitstein, da nunmehr von Ehrenbreitstein nur die Versendung
des Brunnens auf dem Wasserwege, die mit der Bahn von Ems aus erfolgt, gegen Wegfall
des Brunnenkommissars und Packhofsaufsehers ein Lagerverwalter mit 1500 — 1500 M. angestellt;
 dagegen sind in Wegfall gekommen ausser den beiden schon genannten Stellen
Jliejenigen von 1 Magazinverwalter in Ehrenbreitstein, 1 Bademeister in Schlangenbad,
1 Gärtner in Weilbach, 1 Rentamtsdiener und 1 Kanalwärter (1900), 1 Domänenrentmeister,
| Rentamtsdiener (1902), 1 Rentbsamter in Berlin und 1 Brunnenmeister in Langen-Schwalbach
 (1908).
Hierauf, auf die 1900 vom Etat des Finanzministeriums für 18099
übergegangenen Gehaltsaufbesserungen für Unterbeamte, auf vereinzelte
andere Gehaltsaufbesserungen und auf den wechselnden Bedarf an
Dienstalterszulagen sind die Aenderungen in den Voranschlägen der
Besoldungsfonds, auf die Aenderungen im Beamtenapparat und 1908,
wie bei allen Verwaltungen, auf den W egfall der V. Servisklasse, diejenigen
 bei den Wohnungsgeldzuschüssen zurückzuführen. Auch die
Mehr- und Minderansätze bei einzelnen Titeln der „Andern persönlichen
Ausgaben“ und den „Dienstaufwandsentschädigungen“ erklären sich
ganz oder theilweise hierdurch, während bei den übrigen Ausgaben
der wechselnde Istbedarf der Vorjahre, die Vermehrung oder Verminderung
 der zu bewirthschaftenden Objekte u. s. w. für den Voranschlag
bestimmend war. In die Wagschale fielen namentlich die Bewirthschaftungs-
 und Betriebskosten für die Wilhelmj’schen Weingüter
(1900 ea 5929 000 M.). für die „König Wilhelms-Felsenquellen“ in Ems