254

Anhang.

Die Schwankungen im Gewinn entfallen, wie aus obigen Zusammenstellungen
 zu entnehmen ist, vorzugsweise auf das Ergebniss des
Effektenverkehrs. Zu dem KErtrage aus den gewerblichen Unternehmungen
 trugen 1899 beide Unternehmungen, Bromberg und Landeshut,
 bei, während die für 1900 und 1901 angegebenen 241109 und
(58202 M. nur die Erträge der Bromberger Mühlen sind; Landeshut
argab dagegen Verluste von 103 984 und 88876 M.
Beschäftigt waren 1901 in Landeshut 124 männliche und 263 weibliche Personen mit
durchschnittlichen Jahresverdiensten von 655 und 400 M, in Bromberg, wo übrigens in der
Burchardmühle 4 Walzengänge im Betriebe waren, 14 Gesellen und 75 Tagearbeiter mit
jährlichen Durchschnittslöhnen von 1067,04 und 882,37 M. In Landeshut wurden 19361 Ctr.
roher Flachs verhechelt, 7083 Ctr. verhechelter Flachs und 13 824 Ctr. Werg versponnen, produzirt
 16 516 Schock Garn; in Bromberg vermahlen 160 000 Ctr. Weizen, 156 284,8 Ctr. Roggen,
28618 Ctr. Gerste und 13221, Ctr. Buchweizen, ausserdem für fremde Rechnung 383 539 Ctr.
Weizen und Roggen und 175 Ctr. Zwieback, aus der Vermahlung für eigene Rechnung dargestellt
 156 702,6 Ctr. Weizen-, 150 826,6 Ctr. Roggen-, 28 093,3 Ctr. Gersten- und 18021/, Ctr.
Buchweizenfabrikate, abgesetzt beziehentlich 162 090,4, 159119,3, 27 046,8 und 465,7 Ctr.
solcher Fabrikate.
Von den Verwaltungsausgaben sind die Besoldungen und
Wohnungsgeldzuschüsse hauptsächlich durch Vermehrung des Beamtenapparats
 um 1 Seehandlungsrath, 11 mittlere und 3 Unterbeamte gestiegen,
 im Uebrigen die Ausgaben durch den steigenden Geschäftsverkehr,
 die Bureaubedürfnisse 1901 und 1902 dadurch besonders gestiegen,
 dass wegen Neubaues des Geschäftsgebäudes die Seehandlung
in Miethsräumen untergebracht war.
Der Reingewinn der Seehandlung stellte sich 1899 bis 1901 auf
4,3628, 6,1217 und 7,5419 Proz. des 34 402 515,41 M. betragenden Kapitalvermögens
 des Instituts. Die Vermehrung des Vermögens auf diesen
Betrag gegen 38 997 209,55 M. Ende März 1898 rührte aus einer Umbucehung
 und von Gewinn aus erst 1898/99 endgültig erledigten
Geschäften her.
Der Geschäftsverkehr des Königlichen Leihamts hat sich in den letzten Jahren
arheblich gesteigert. Es betrugen Ende 1901 die Zahl der Pfänder 120 199, welche mit
3108 856 M. beliehen waren, das umgesetzte Pfandkapital 9 599 287 M., das beim Leihamt
beschäftigte Kapital 3 927 645 M., die Solleinnahme an Pfandzinsen 390 708 M., die sonstige
Zinnahme 5572 M., der Reingewinn 23 131,42 M.
$ 222, Lotterieverwaltung. Die Preusische Staatslotterie hat in
den letzten Jahren in steigendem Masse unter Schwierigkeiten im
Loseabsatz zu leiden gehabt, die hervorgerufen waren durch den
wirthschaftlichen Rückgang, die Vermehrung der anderen deutschen und
ausserdeutschen Staatslotterien, deren Vertriebsorgane theilweise mit
allen Mitteln marktschreierischer Reklamen arbeiteten, durch die Vermehrung
 der Privatlotterien und durch die Verdoppelung des Reichsstempels
 auf Lotterielose (vgl. Bd. I Buch IX $&amp; 16). Die Letztere
nöthigte dazu, 1901 den Preis der Lose auf 192 M. zu erhöhen, die
Gewinne in ihrer Höhe etwas zu kürzen, den Gewinnabzug des Staates
und der Einnehmer von 15*, auf 15'/, Proz. herabzusetzen und die