II. Nachträge. — Ueberschussverwaltungen. $ 225, 963

und bei den sonstigen weniger in’s Gewicht fallenden Titeln der Einnahmen
 des Kap. 10, und zwar
bei M. M. M. M.
Tit 3. Für Ueberlassung von Bahnanlagen etc. 25946 619 27945 507 26 925400 27817 000
„4. Ueberlassung von Betriebsmitteln . 16 689314 14874376 167387100 14795 000
„5. Erträge aus Veräusserungen ..... 25727904 26987132 27222000 30534000
„6. Verschiedene Einnahmen .,..... 17165289 16323612 16414400 16519000
Gegenüber dem Voranschlag wiesen somit 1901 die meisten der
wichtigsten Positionen bezw. Titel, nämlich beim Güterverkehr die
Positionen 2, 5 und 8 und die Tit. 4 und 5 Mindererträgnisse auf,
und gegenüber der Isteinnahme des Vorjahres war dies bei denselben
Positionen des Tit. 2 und bei Tit. 4 und 6 der Fall, im Grossen und
Ganzen alles Folgen des Niedergangs von Handel und Industrie und
infolgedessen des Verkehrs. Die günstigere Gestaltung bei Tit. 3 im
Jahr 1901 war auf Vermehrung der von andern Bahnen mitbenutzten
Anlagen, vermehrte Beschäftigung der Werkstätten für die Neubauverwaltung,
 vermehrte entgeltliche Leistungen für die Post und vor
Allem auf ein Mehr von fast 1'/, Millionen an von der Neubauverwaltung
 zu erstattenden Verwaltungskosten zurückzuführen, bei
Tit. 5 auf einen Mehrerlös von rd. 1,56 Mill. für Materialien und
Materialabfälle, da grössere aus dem Vorjahr herrührende Mengen
Altmaterialien erst 1901 verkauft wurden. Das 1901 bei Tit. 6 gegen
den Etat entstandene Mehr von 427312 M. ist in erster Linie einer
Steigerung der Pächte für Bahnhofswirthschaften zu danken. Die
Aenderungen in den Voranschlägen für 1902 und 1903 gegen diejenigen
für das jeweilige Vorjahr beruhen auf den im zuletzt abgeschlossenen
Jahre gemachten Erfahrungen und den eingetretenen oder zu erwartenden
 Zugängen an neuen Strecken u. s. w.
Insgesammt ergab sich für die Preussisch - Hessische Betriebsgemeinschaft
 gegen das Etatssoll des Kap. 10 für 1900 mit 1 358 671 300
Mark eine Mehreinnahme von 33 664330 M., gegen dasjenige für 1901
mit, 1437 237 400 M., dagegen eine Mindereinnahme von 83 514 789 M.!
Die wenig belangreichen übrigen Einnahmen brachten 1900 und
1901, und zwar die Main-Neeckarbahn (Kap. 17) 599854 und 526274,
die Wilhelmshaven-Oldenburger (Kap. 18) 7 13967 und 693 118, die Betheiligung
 an Privatbahnen (Kap. 19) 177 255 und 195 373, endlich die
„Sonstigen Einnahmen“ in Kap. 20 502 436 und 487756 M. Die aus
der Anl. XVI ersichtlichen Veranschlagungen derselben für 1902 und
1903 weisen. abgesehen von der Main-Neeckarbahn, von der bereits
im vorigen Paragraphen die Rede war, keine wesentlichen Abweichungen
 gegen die Isteinnahme des jeweils vorletzten Vorjahres
auf. Infolge der neuen Verstaatlichungen treten für 1903 an Kinnahmen
 hinzu die Betriebsüberschüsse der Bahnen Marienburg-Mlawka
mit 1196500, Altdamm- Kolberg mit 344 850, Stargard- Küstrin mit
385 570, Kiel- Eckernförde - Flensburg mit 266 000, Dortmund - Gronau-Enschede
 mit 3140912 und Ostpreussische Südbahn mit 1577 970 M.,