II Nachträge. — Zuschussverwaltungen, $ 235. 9283

300000 M.: zum Neubau einer Universitäts-Irrenklinik in Kiel, zweite
Rate 250000 M.: zum Ankauf von Grundstücken an der Universität
Halle, sowie zur Herstellung eines neuen Auditorien- und Seminargebäudes,
 erste Rate 353 000 M.; zur Ausfüllung von Lücken in den
Universitätsbibliotheken einschliesslich der Paulinischen Bibliothek zu
Münster sowie in den Seminar-Bibliotheken der Universitäten einschliesslich
 der Akademie zu Münster 200000 M.; 2. für 1901: zum
Um- und Erweiterungsbau des bisherigen Ersten Chemischen Instituts
der Universität Berlin behufs Unterbringung des Instituts für Meereskunde,
 erste Rate 200000 M.; zum Neubau der Chirurgischen Klinik
in Greifswald, zweite Rate 200 000 M.; zum Neubau einer Universitäts-Irrenklinik
 in Kiel, dritte und letzte Rate 458 900 M. 3. für 1902:
zur Herstellung eines eigenen Gebäudes für das Poliklinische Institut
für innere Medizin in Berlin, erste Rate 2830000 M.; zum Neubau der
Chirurgischen Klinik in Greifswald, dritte Rate 260 000 M.; zum
Neubau der Irrenklinik ebenda, erste Rate 200000 M.; zur Herstellung
 eines neuen Auditorien- und Seminargebäudes in Halle
200000 M.: zum Neubau eines Geschäftshauses für das Ministerium,
zweite Rate 450000 M.; zum Um- und Erweiterungsbau des bisherigen
 Ersten Chemischen Instituts in Berlin behufs Unterbringung
des Instituts für Meereskunde und des Geographischen Instituts einschliesslich
 der inneren Einrichtung, zweite und letzte Rate 218 000 M.;
4. für 1903: zum Neubau und zur inneren Ausstattung eines Geschäftshauses
 für das Ministerium, dritte und letzte Rate 331 000 M.; zum
Neubau der Irrenklinik in Greifswald, zweite Rate 200 000 M.; zur
Herstellung eines Neubaues für die Chirurgische Klinik in Kiel, zweite
Rate 270000 M.
Besonders bemerkenswerth auf dem Gebiete der Universitäts-Verwaltungspolitik
 ist in dem Zeitraume seit 1899 das Bestreben der
Staatsregierung, auch in denjenigen beiden Provinzen, in denen
Universitäten bis dahin noch nicht bestanden!) einzelne Fakultäten
einzurichten, oder in anderer Weise einen gewissen Ersatz für die
fehlende Universität zu schaffen.
So ist die Ausgestaltung der bisherigen Akademie in Münster in
Westfalen durch Angliederung einer rechts- und staatswissenschaftlichen
 Fakultät zur Universität erfolgt,?) zu welchem Zwecke in das
Ordinarium für 1902 rund 70000 M. Mehrausgaben eingestellt wurden.
(Ueber die Baukosten s. oben). Die Provinz Westfalen und Stadt
Münster schossen zusammen 250 000 M. bei, die bei Kap. 34 Tit. 10 vereinnahmt
 werden.
Für Posen ist neuerdings die Bildung einer wissenschaftlichen
 Akademie zu Stande gekommen. (S. unten unter „Kunst
und Wissenschaft“.)
ı) 8. Bd. II Buch 1 $$ 93 und 94.
2) C.-BlL. d U.-V. 1902 8. 532.