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Anhang,

rd. 125000 M. die Kunstmuseen, mit rd. 60000 M. das Kunstgewerbemuseum,
 mit nur rd. 5000 M. die Nationalgalerie, mit 68000 M. die
Königlichen Bibliothek, mit 45000 M. das Meteorologische Institut.
537 000 M. rund kamen auf die neue Akademie zu Posen. Dieselbe
zoll einen Mittel- und Förderungspunkt für die geistigen Bestrebungen
in den östlichen Landestheilen bilden und ihrem Ziele vornehmlich
gerecht werden a) durch Veranstaltung fachwissenschaftlicher Kurse
für Gebildete, insbesondere für Verwaltungsbeamte, Juristen, Aerzte,
Lehrer, Gewerbetreibende, Landwirthe u. s. w., b) durch Abhaltung von
volksthümlichen Kursen und Vorträgen für weiteste Kreise nach dem
Muster der anderweit veranstalteten Hochschulkurse, ce) durch Einrichtung
 fortlaufender Uebungen mit beschränkter Theilnehmerzahl
auf einzelnen besonders interessanten Gebieten. Sie gehört hiernach
mehr unter die Rubrik „Unterrichtswesen“, als unter „Kunst und
Wissenschaft“ (vgl. Kap. 14 Tit. 203 des Extraordinariums für 1908).
S. auch oben 285.
Neu eingestellt (seit 1902) in Kap. 122 ist Tit. 34a, wogegen Tit. 38
fortgefallen ist. Es handelt sich hierbei um das Musikinstitut der
Hof- und Domkirche in Berlin. Hinsichtlich dieses Instituts war
bisher die Frage streitig,') ob es eine staatliche oder nur staatlich
unterstützte Anstalt sei. Nunmehr ist bei Gelegenheit der eingetretenen
Nothwendigkeit, die Bezüge des Dirigenten, des Gesanglehrers und der
Mitglieder etc. des Chors zu erhöhen, mit dem Domkirchen-Kollegium,
als dem Vertreter der Oberpfarr- und Domkirche in Berlin, ein Abkommen
 dahin vereinbart, dass die Unterhaltung des Berliner Domchors
 auf die Oberpfarr- und Domkirche übergeht, wogegen der Staat
unter Erhöhung des bisherigen Zuschusses den ein für alle Mal feststehenden
 Beitrag von 48400 M. zu dieser Unterhaltung leistet und
im Uebrigen aus derselben endgültig ausscheidet.

$ 254. Besonders stark war, wie schon in früherer Zeit das
Extraordinarium für Kunst- und wissenschaftliche Anstalten in den
letzten Jahren mit Ausgaben belastet, insgesammt von 1900 bis 1903
mit 20,6 Mill. M.
Im Einzelnen wurden an grösseren Posten bewilligt:
1900: Zum Wiederaufbau des Prätoriums der Saalburg bei Homburg v. d, H., zweite
Rate 200000 M.; zum Neubau der akademischen Hochschulen für die bildenden Künste und
für Musik in Berlin auf dem Grundstücke der Thiergartenbaumschule, dritte Rate 750 000 M.;
zur Erweiterung der Kunstmuseen durch Errichtung von Gebäuden auf der Museumsinsel in
Berlin, vierte Rate 1100000 M.; zum Ankauf einer Sammlung griechischer Münzen 380 000 M.
1901; Zur Erweiterung der Kunstmuseen, fünfte Rate 665000 M.; zu ausserordentlichen
 Erwerbungen für die Sammlungen des Kaiser Friedrich-Museums in Berlin 2000000
Mark; zur Ausführung eines Erweiterungsbaues für das Kunstgewerbe-Museum in Berlin,
erste Rate 300000 M.; zur Erwerbung eines Bernsteinmuseums 305 000 M.; zum Neubau
der akademischen Hochschulen für die bildenden Künste und für Musik in Berlin, letzte
') Näheres in Bd. II Buch I 8 516.