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Anhang.

arztges.). Diese wurden auf Wartegeld gesetzt.') Es wurden daher
1902 zu diesem Zwecke neu eingestellt in Tit. 18b 160426 M., ferner
in Tit. 18e 50000 M. zu Unterstützungen für derartige Beamte, wenn
besondere Härten vorliegen.
Der Rang der Kreisärzte ist derjenige V. Klasse. Ein Theil kann
den Titel „Medizinalrath“ und „Geh. Med.-Rath“ erhalten (Allerh.
Wrl. vv. 18. Juni 1901).

$ 258, Unter den sonstigen Ausgabeposten im Ordinarium der
Medizinalverwaltung ist hervorzuheben die starke Steigerung des
staatlichen Zuschusses für die Charite, welcher sich von
217 364 M. in 1899 bis 19038 auf 527 925 M. erhöht hat. Hauptsächlich
sind dabei die sächlichen Ausgabefonds betheiligt, die von 1902 auf
1903 allein um 113310 M. erhöht werden mussten (vgl. über die
Gründe die Etatserläuterungen 1903 zu Kap. 125 Tit. 7 und Kap. 14 —
Extraordinarium Tit. 249. S. auch unten 8 259). Ueber die Einnahmearhöhung
 s. Bd. II Buch I $ 662.
Dagegen haben sich die Ausgaben für die Institute für Infektionskrankheiten,
 für experimentelle Therapie (Frankfurt a. M.) und für
Hygiene in Posen?) nicht wesentlich verändert.
Seit April 1901 ist neu eingerichtet worden die Versuchs- nnd
Prüfungsanstalt für die Zwecke der Wasserversorgung und Abwässerbeseitigung
 in Berlin, die für 1908 nicht weniger wie 82060 M.
Ausgaben erfordert. Allerdings stehen der Ausgabe auch etwa 45 000 M.
Einnahme (Kap. 84 Tit. 9) gegenüber.
Diese Einrichtung will die Schäden mindern, welche den Gemeinden und Industrien
durch unzweckmässige Massnahmen auf dem Gebiete der Trinkwasserversorgung und Abyässerbeseitigung
 entstanden sind, weil os bisher an einer Stelle fehlte, wo die sich auf
diesem Gebiete vollziehenden Vorgänge und die daraus zu ziehenden praktischen und wissenschaftlichen
 Erfahrungen einheitlich gesammelt und verwerthet werden (vgl. Kap. 125 Tit. 10
jes Etats 1901 unter Bemerkungen).

Extraordinarium.
$ 259, An extraordinären Mitteln wurden von 1899 bis 1908
für die Medizinalverwaltung (Anl. XVI) rund 11,9 Mill. M. bereitzestellt.
 Als Hauptposten sind zu nennen:
1900: Für das Charit6-Krankenhaus in Berlin zur Deckung eines Fehlbetrages bei
{en sächlichen Ausgabefonds 1100000 M.; zur Ergänzung der Einrichtung des hygienischen
instituts in Posen 4500 M.; zur Bekämpfung der Granulose 350 000 M
1901: Zur Bekämpfung der Granulose 350000 M.
1903: Zur Bekämpfung der Granulose 350 000 M.; zur Deckung eines Fehlbetrages bei
len sächlichen Ausgabefonds des Charite - Krankenhauses in Berlin 465 000.

8 260. Zu einzelnen Ausführungen in dem Abschnitt „Medizinalwesen“
 in Bd. II Buch I ist endlich noch nachzutragen:
1) Vgl. auch A.-H.-Verhandlungen 1900 S. 8094, 3104.
“ Ueber diese Ba. IL Buch I 88 666ff, 672a.