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Anhang.

Weinbaukurse — in der Rheinprovinz. Schülerzahl ca. 5000, davon
ca. 4000 in der Rheinprovinz. Der Unterricht war hier meist unentgeltlich.
 Staatszuschüsse: 8028 M., Kommunal- und Vereins- ete.
Zuschüsse: 20203 M.
Die Zahl der Molkereischulen (a. a. O. $ 274) betrug 1902
16 mit 1129 Schülern und 62 Lehrern. Das Unterrichtshonorar war
sehr verschieden, theilweise unentgeltlich. Staaatszuschüsse: 55750 M.,
Kommunal- und Vereinszuschüsse 65967 M.
Haushaltungsschulen (a. a. 0. $ 275) gab es 1902 56 mit
2299 Schülerinnen und 194 Lehr- und Hülfskräften. Das Schulgeld
war meist nicht unerheblich und vielfach mit Pension- und Kostgeld
verbunden. Staatszuschüsse nur 3450 M., Kommunal-. Vereins- ete. Zuschüsse
 35 764 M. ;
Hufbeschlagslehrschmieden (a. a. O0. $ 276) gab es 1902 44
mit 739 Schülern und 90 Lehrern. Staatszuschüsse 512 M.. Kommunal-,
Vereins- ete. Zuschüsse 9650 M.

Versuchsstationen (a. a. O0. &amp; 282 ff).

8 265, Die Zahl derselben hat sich um 1 (Wreschen: milehwirthsch.
(nstitut) vermehrt. Die Einnahmen haben sich von 1898/99 bis
1900 von 827923 M. (s. Bd. II Buch I Anl. XLIID) auf 914495 M.
gesteigert, wobei sich das Antheilsverhältniss der einzelnen Einnahmegruppen
 gegen früher nicht wesentlich verändert hat. (Staatszuschuss
228070 = 24,9 Proz.) Die Ausgaben betrugen 1898: 824 405, 1900:
397622 M. Die Zunahme der Einnahme ist also eine stärkere gewesen.
 als diejenige der Ausgaben.

Viehzucht.

$ 266, Eine weitere nennenswerthe Steigerung haben die Fonds
zur Förderung der Viehzucht (Kap. 104) erfahren, um rd. 130000 M.,
wovon 100000 M. auf Tit. 4 (Rindvieh- ete. Zucht) und 30000 M. auf
Tit. 2 (Pferdezucht) entfielen.
Letzterer Posten (1902) wurde im Etat wie folgt motivirt:

Infolge des Niederganges der Landwirthschaft hat die Ausfuhr erstklassiger Stutfüllen
aus der Provinz Ostpreussen in den letzten‘ Jahren eine bedrohliche Ausdehnung anzenommen,
 Die Besitzer sind vielfach genöthigt, die werthvollsten Füllen zu verkaufen.
Solange sich noch bewährte Mutterstuten in den Händen der Züchter befanden, hatte dieser
starke Verkauf erstklassiger Füllen für die ostpreussische Landespferdezucht keine grosse
Gefahr, Nachdem aber die guten Stuten seltener zu werden beginnen, ist ein merklicher
Rückgang in den besten bäuerlichen Zuchten nicht mehr zu verkennen. Es soll deshalb
ler Versuch gemacht werden, im Wege der Fohlenprämiirung die Pferdebesitzer anzuregen,
lie prämiirten Thiere zu Zuchtzwecken aufzuziehen und zu behalten. Zur Durchführung
lieses Versuches ist die Verstärkung des Fonds um 30000 M. nothwendie.