II. Nachträge, — Zuschussverwaltungen. $$ 273—277. 393

jahr 1902 sowohl in Einnahme wie in Ausgabe erhebliche Steigerungen
auf (Anl. XVI).
Die Steigerung der Einnahmen von 1902 auf 1903 (von 6,3 auf
7,0 Mill. M.) beruht zum grössten Theil auf einer Vermehrung der
Einnahmen der Bernsteinwerke,') welche von 2540000 M. auf
2975000 M., also um 435 000 M. gestiegen sind.
Die Einnahmen bei der Porzellanmanufaktur stiegen nach dem
Etat von 1078420 M. auf 1119100 M.
Verhältnissmässig recht erheblich sind die Einnahmen bei den
verschiedenen Fachschulanstalten gestiegen, was zum Theil auf Neueinrichtung
 staatlicher Schulen beruht, zum Theil auf eine vermehrte
Benutzung dieser Anstalten hindeutet.
So konnten veranschlagt werden die Einnahmen
1902 1903
der Baugewerkschulen . . . 810990 M. 901 245 M.
Maschinenbauschulen ete. 381930 , 496413
Zeichensechulen ete. . . 19220 . 55 050

8 276. Die gesammten Ausgaben stiegen von 14,3 Mill. auf
15,1 Mill. M.
Hier sind Bernsteinwerke und Porzellanmanufaktur mit verhältnissmässig
 geringen Beträgen (64000 M. und 6000 M.) betheiligt,
während der Löwenantheil auf das gewerbliche Unterrichtswesen
entfällt, für welches die laufenden Ausgaben von 7345398 M. auf
7944907 M. stiegen. (Die Steigerung im Verhältniss gegen frühere
Jahre siehe besonders in Bd. II Buch IV 8 65.)
Die neueste Darstellung über den Stand des gewerblichen Fachund
 Fortschulunterrichts findet sich in der dem Abgeordnetenhaus
unterm 9. März 1903 (Drucks. Nr. 92) zugegangenen „Denkschrift
über den Stand der Gewerbeförderung im Königreiche Preussen“: deren
Inhalt entnehmen wir im Wesentlichen Folgendes:

Fortbildungsschulwesen (a. a. 0. $ 107 ff).
8 277. Nach einer Aufnahme v. 2, Jan. 1902 gab es in Preussen
1684 Fortbildungsschulen — einschliesslich der Innungsschulen, jedoch
ausschliesslich der Fortbildungsschulen für die weibliche Jugend und
der dem Landwirthschaftsminister unterstellten ländlichen Fortbildungsschulen
 —, die von 208 250 Schülern besucht waren.
Von diesen Schulen waren: 1093 gewerbliche Fortbildungsschulen,
und zwar 895 mit und 198 ohne Schulzwang, 291 Innungsschulen,
244 kaufmännische Fortbildungsschulen, und zwar 146 mit und 98
ohne Schulzwang, 56 Vereinsschulen (d. h. Schulen von Arbeitervereinen,
 Arbeiterbildungsvereinen, Handwerker-, Lehrlings-, Jünglings-,
 Gesellenvereinen u. dergl.).
1) bei den Ueberschussverwaltungen behandelt (s. Bd. I Buch 111 $ 118 sowie oben $ 220).
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