324

Anhang.

Die grösste Anzahl Schulen wiesen auf die Regierungsbezirke Wieshaden (113 mit
10 539 Schülern), Schleswig (112 mit 10714), Oppeln (94 mit 9965), Düsseldorf (92 mit
16 237), Arnsberg (89 mit 11479). Berlin hatte 54 Schulen mit 19741 Schülern.
Die Unterhaltungskosten dieser Schulen betrugen im Rechnungsjahre
 1901: 4652 755 M.')
Davon wurden gedeckt: 1083870 M. durch eigene Kinnahmen
(Schulgeld), 18329264 M. durch Zuschüsse des Staates, 2239621 M.
lurch Zuschüsse der Gemeinden, Interessenverbände, Private.
Im Jahre 1908 wurde Kap. 69 Tit. 7 um 2830000 M. und 7b um
45000 M. erhöht.
Von besonderem Interesse sind die Nachrichten über den Schulzwang
 in den Fortbildungsschulen; nach Min.-Bl, f. H. u. G. 1903
S. 183 ff. gab es Fortbildungsschulen

1908:
mit Schulpflicht .
ıhne Schulpflicht... 37
zusammen ...
1899:
mit Schulpflicht . 6°
ıhne Schulpflicht . 312
zusammen .... 1000

gewerbliche
Staatszuschuss

arhalten

VLLT

“-5°



Ye iR
134 48 791
707 795 202

118
20T

kaufmännische
Staats- N
zuschuss Schülerarhalten
 zahl

1

2
TA

12 928
13 004
95 9927

v 7 861
1 9119
59 76 480

Die Staatszuschüsse haben sich hiernach besonders für die mit
Schulpflicht verbundenen Schulen gesteigert. Der im Abgeordnetenhaus
 ausgesprochene Wunsch, die allgemeine staatliche obligatorische
Fortbildungsschule (wie in Sachsen und den Thüringischen Staaten)
ainzuführen, lässt sich aber schon aus finanziellen Gründen nicht
arfüllen. Die Gemeinden müssen an den Kosten theilnehmen (s. Rede
lies Ministers Möller im A.-H. 1908, Sten. Ber. S. 1619).

Erweiterte Fortbildungsschulen.
$ 278, Um jungen Leuten, die besonders begabt oder nach der
Beendigung der Schulzeit körperlich noch nicht soweit entwickelt
sind, um den Anstrengungen der Lehre gewachsen zu sein, Gelegenheit
 zu einer 1—2 jährigen mehr technischen Vorbildung zu geben,
die zugleich als Vorbereitung für ihren späteren Beruf dienen kann,
sind 1. eine gewerbliche T’agesschule in Aachen und 2. eine Handelsınd
 Gewerbeschule in Gnesen?) eingerichtet (s. a. a. O0. $ 104 u. 111).
1) Dabei sind die stellenweise nicht unerheblichen Aufwendungen für die Beschaffung
and Unterhaltung der Unterrichtsräume nicht mitgerechnet.
?) Die Handels- und Gewerbeschule in Gnesen umfasst folgende Abtheilungen:
a) Handelsschule für Knaben; b) Gewerbeschule für Knaben; c) Handelsschule für Mädchen;
1) Gewerbeschule für Mädchen (einschliesslich Koch- und Haushaltungsschule), Angegliedert
And: e) die obligatorische kaufmännische Fortbildungsschule; f) die obligatorische gewerbliche
 Fortbildungsschule: x) die freiwilligen Ahendkurse.