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Verkehrsentwickelung in Rücksicht zieht, welchen die letzten Dezennien
für den preussischen Staat wie für ganz Deutschland gezeitigt haben.
Es mag gestattet sein, an dieser Stelle jene Entwickelung durch
einige charakteristische Zahlen der Statistik, die zu kennen für
den Gang, welchen das gewerbliche Unterrichtswesen, die Gewerbeaufsicht
 und auch die weiteren in dem Buche behandelten Gebiete
im Einzelnen genommen haben, nicht ohne Werth sein dürften, zu
beleuchten.

Erster Hauptabschnitt.

8 3, Wie schon in Band II Buch II &amp; 9 hervorgehoben ist,
war in Preussen der Prozentsatz der gesammten industriellen Handelsund
 Verkehrsbevölkerung, der 1882 nur 6158445 = 44,41 Proz. der
Gesammtbevölkerung ausmachte, 1895 bereits auf 50.12 Proz. gestiegen
(8 089 555).!)
Um fast 2 Millionen hat also allein in diesen 13 Jahren die industrielle
 und Handelsbevölkerung zugenommen.
Zieht man lediglich die im Hauptberuf Erwerbsthätigen
der einzelnen Berufsabtheilungen in Betracht, so betrug die Steigerung
in Industrie 1882: 3 650626, 1895: 4755859, in Handel und Verkehr
1882: 911706, 1895: 1355740, was auch eine Steigerung von zusammen
1! Millionen Erwerbsthätige ausmacht.
Bei dieser Vermehrung waren natürlich nicht alle gewerblichen
und Handels-Berufsgruppen in gleichem Masse stark betheiligt.
Es entfielen vielmehr auf die wichtigsten dieser Gruppen folgende
Steigerungen :

I. In der Industrie
i. Bekleidungs- und Reinigungsindustrie ,.....
2. Baugewerbe .....-..-3.
 Metallverarbeitung. ......0..000404 4
4. Bergbau, Hütten- und Salinenwesen .......
5, Industrie der Nahrungs- und Genussmittel . ..
6. Textilindustrie .....00.000000 0000000
7, Industrie der Holz- und Schnitzstoffe ....
8. Industrie der Steine nnd Erden .......
9. Industrie der Maschinen und Instrumente. .
10. Leder-Industrie. .....0.0.000000000004 4
11. Papier-Industrie ......0040000040444
12. Polygraphische Gewerbe ........-13.
 Chemische Industrie. .......0.0.0..0.4-i4
 Forstwirthschaftliche Nebenprodukte, Fette,
Leuchtstoffe ‚....0.0000000000 040004 17 061 24.536 44
15. Künstlerische Betriebe für gewerbliche Zwecke 12 239 12897 5

1882

Steigerung
in Prozent

1) Dass seit 1895 die industrielle Bevölkerung verhältnissmässig noch stärker zugenommen
 hat, wird die nächste Berufsstatistik i. J. 1905 erweisen, Indirekt lässt sich dies
schon daraus schliessen, dass sich von 1895 bis 1900 die ländliche Bevölkerung nur um
1.1 Proz., die städtische aber um 16,7 Proz. vermehrt hat.