UN. Abschnitt Gewerbliches u. Kaufmännisches Unterrichtswesen. $$ 78—75. 1078

Frequenz.
8 78a. Die Frequenz der Schulen ergiebt sich aus der Anlage LIV.
Diese lässt den Aufschwung, den die Schulen genommen haben,
deutlich erkennen. .
Während 1879/80 auf sämmtlichen Baugewerkschulen zusammen
nur 1185 Schüler unterrichtet wurden, konnten im Jahre 1894/95 die
Schulen schon 2618 Schüler aufnehmen. Trotzdem genügten auch
damals die Schulen dem Bedarfe nicht entfernt, denn es musste noch
damals ein grosser Theil preussischer Schüler auf zum Theil minderwerthigen,
 nicht preussischen Schulen Ausbildung suchen. Im Herbst
1891 mussten 870, im Herbst 1894 noch, wie auf Grund amtlicher
Zählung festgestellt wurde, im Ganzen 976 Anmeldungen von fast
nur preussischen Schülern (jeder eine Schule Suchende nur einmal
gezählt) wegen Platzmangel unberücksichtigt bleiben. Schon im Jahre
1899 konnten dagegen 4234 und im Jahre 1902 allein auf den staatlichen
 Schulen 4248 Schüler ausgebildet werden.
im Sommer ist natürlich die Frequenz viel geringer als im Winter. So betrug auf
allen Schulen die Frequenz Sommer 1900: 1478, 1901: 1829. Winter 1900/01: 4695,
1901/02: 4986.

Etatsmässige Behandlung.
S$ 74, Die.staatlichen Baugewerkschulen gehen mit ihren
sämmtlichen Einnahmen und Ausgaben durch den Etat (Art. 99 der
Verf.-Urk.). Die Einnahmen erscheinen in Kap. 29 Tit. 2a (für 1902
mit 810990 M.), Die Ausgaben in Kap. 69 in den Titeln 1a, 2 bis 6.
Da aber bei den Titeln 2 bis 6 die Ausgaben der Baugewerkschulen
zusammengestellt sind mit denen für Navigationsschulen, Maschinenbauschulen,
 für Zeichen- und sonstige Fachschulen, so ist aus dem
Staatshaushaltsetat der Staatszuschuss für die ein zelne staatliche
Anstalt nicht ersichtlich. Man muss vielmehr auf die Kassenetats der
einzelnen Anstalten zurückgehen, wenn man die Höhe des Staatszuschusses
 erkennen will. Dies ist geschehen in den Anlagen LV, LVI
u. LVIL.
Die drei kommunalen Baugewerkschulen in Berlin, Magdeburg
and Köln erhalten ihren Staatszuschuss aus Kap. 69 Tit. 10, 10b, 106
und 11, werden aber in der Etatsbeilage B (Nachweisung der Einnahmen
 und Ausgaben der aus dem Fonds Kap. 69 Tit. 10 unterstützten
 gewerblichen Unterrichtsanstalten) unter A. 1 bis 3 einzeln
aufgeführt, sodass bezüglich dieser dem Etat ein klareres Bild als bezüglich
 der staatlichen Anstalten zu entnehmen ist.

Einnahmen.
8&amp; 75. Die im Etat 1902 mit 810 990 M. in Kap. 29 Tit. 2a aufyeführten
 Einnahmen der staatlichen Baugewerkschulen, welche in der
Anlage LV ersichtlich gemacht sind, setzen sich aus 195400 M.
Zuschüssen der Gemeinden (Spalte 3) und 615590 M. eigenen KEin-