VI. Abschnitt. Institut für Glasmalerei. SS 146, 147. 1135
fache Versuche auf Streichung der betreffenden Etatstitel gemacht
worden, ohne aber die Mehrheit des Hauses zu finden.)

Etatsmässige Behandlung.

$ 147. Da das Institut rein staatlichen Charakters ist, so gehen
sämmtliche Einnahmen und Ausgaben durch den Staatshaushaltsetat.
Die Einnahmen (Kap. 29 Tit. 5b) werden nach dem 2jährigen
Durchschnitt bemessen. Sie wurden 1887/88 mit 54200 M. veranschlagt,
 erreichten ihren Höhepunkt im Jahre 1898/99 mit 63 700 M.,
fielen bis 1900 auf 40100 M., sind aber seitdem bis 1902 wieder auf
60700 M. gestiegen. Die Einnahmen bestehen hauptsächlich aus dem
Verkauf der Erzeugnisse.
Die Ausgaben (Kap. 69b) betragen nach dem Etat 1857/88 56 700 M.,
stiegen bis 1897/98 auf 78 120 M., haben aber seitdem einen Rückgang
erfahren.?) 1902: 67720 M. Der Zuschuss aus allgemeinen Staatsmitteln
 beträgt also etatsmässig gegenwärtig 7020 M.
Nach den allgemeinen Rechnungen stellten sich in den letzten
Jahren die

1892/98
1893/94
1894/95
‚895/96
1896/97
1897/98
1898/99
1899
1900

Einnahmen
54402 M.
50429
35 028
39 076
58 329
50 322
29571 „
58857
238369

Ausgaben
65 200 M.
71926
71745
715883
57599 ,
58 211
53 570
53 002
62 8925

Von den einzelnen Titeln (Tit. 1 bis 6), deren Entwickelung aus
Anl. LIII S. 228ff. des Näheren hervorgeht, bedarf nur Tit. 1 einer
näheren Besprechung.
Mit Rücksicht auf die etatsmässige Eigenart des Instituts (s. oben
$ 146 u. A.-H. Sten. Ber. 1895 S. 1191), sind die Beamten des Instituts
sämmtlich nicht etatsmässig angestellt, was für manche derselben
zweifellos eine gewisse Härte gegenüber anderen Beamtenkategorien
der Handels- und Gewerbeverwaltung bedeutet, wenn auch ihre Bezüge
verhältnissmässig etwas höher sein mögen.
Der Direktor erhielt bisher 4600 M. Honorar und 2 Proz. Tantime
 von dem Kauferlöse bis zu 50000 M., 3 Proz. von dem darüber

1) a. a. 0. 1889 8. 329, 1895 S. 1191.
2) Der Rückgang trat hauptsächlich bei den Bureau-Materialien- und Utensilienkosten
(Kap. 69b Tit. 2 u. 3) ein, was auf eine Verminderung der Aufträge schliessen lässt.
3) Verbliebene Reste 26318 M.