1228 Dritter Hauptabschnitt. Laufende Ausgaben.
fahrtsinteressenten ist. Nur in einzelnen Fällen ist zum Zweck der
weiteren Förderung des Verkehrs von diesem Grundsatz abgewichen.
Ruhrort, Handelshafen, 2380000 M. aus den Einnahmen dieser Verwaltung
 bestritten (s. $ 284 ff.) ; Cassel, Handelshafen, 468000 M. (Beitrag
der Stadt 19,3 Proz.); Cosel, Handelshafen, 2410000 M. aus Fonds der
Oderkanalisirung; Glogau, Schutzhafen, 54500 M. Ufer- und Gleisanlagen;
 Schmelz, Holzhafen, 90000 M.
Ausserdem ist der sehr bedeutende Holzhafen zu Brahemünde, der
früher einer Aktiengesellschaft gehörte, vom 1. Januar 1899 ab in das
Eigenthum der Wasserbauverwaltung übergegangen. Endlich wird die
Einrichtung von Umladevorrichtungen an geeignet gelegenen Schutznäfen
 überall gestattet und unterstützt.
Dem durch die Verbesserung der Wasserstrassen ermöglichten
Aufschwung des Schiffahrtsverkehrs folgten die Gemeinden sowie verschiedene
 Erwerbsgesellschaften und Privatbesitzer vor Allem im Laufe
der 90er Jahre durch Anlage neuer Umschlagsplätze oder durch
den Ausbau vorhandener Anlagen, von denen manche mit allen
zum schnellen Beladen und Entladen von Schiffen sowie zum Aufspeichern
 und zum Versand von Gütern erforderlichen Einrichtungen
versehen sind. Unter diesen Anlagen sind folgende besonders hervorzuheben:
 der Verkehrshafen und Rheinauhafen bei Köln, für die
zusammen. 18000000 M. von 1890 bis 1899 aufgewendet wurden,
Düsseldorfer Verkehrshafen 9965000 M., Duisburger 8500000 M.,
Dortmunder 5500000 M. (staatliche Beihülfe 1325000 M.), Magdeburger
 6700000 M., Münster 1421400 M. (Staatsbeitrag 221 500 M.),
Aken 1906 000 M. (175000 M. Staats-Darlehn).
Von 1890 bis 1901 wurden extraordinär (Anl. LXXV Sp. 6) für Binnenhäfen
 verausgabt 4011 400 M., ausseretatsmässig 322600 M., zusammen
4334000 M. Kleinere Verbesserungen fanden aus dem Ordinarium
Tit 16 statt.

$ 281. Im Einzelnen sind folgende, zumeist aus dem Extraordinarium
gedeckte Binnenhafenanlagen seit 1876—1899 zu erwähnen:
Im Rheingebiet: Schiersteiner Hafen 1878—1883 240 000 M., 1892—1894 135 000 M.,
Rüdesheimer Hafen 1886/87 130000 M., Oberlahnstein 1882—1885 564000 M., 1889 —1895s
146 800 M., Wesel 1878—1880 60000 M. -(ebensoviel gab die Stadt), 1894—1896 170 000 M.
Emmerich 1884—1888 350000 M., Oberwinter 1888—1891 509200 M., St. Goarshausen
1889—1895 258 500 M., Brohl 1899—1901 52700 M., Mühlheim 1890—1897 19245400 M.,
Jberwesel 1895—1899 535 000 M., Ruhrort 1890 —1899 2 380 000 M.
Im Wesergebiet: Münden 1882-—1885 45000 M., Hameln 1882-—1885 59000 M.,
1896 —1897 55200 M. (der Ausbau zum Handelshafen ist durch die Stadt erfolgt), Höxter
1900 200 000 M. (1.R.), Minden 1893/94 34 600 M., Verden 1899 28 600 M. (1. R.), Kassel 1890
bis 1899 468 000 M. (Beitrag der Stadt 19,3 Proz.).
Im Elbegebiet: Mühlberg 1880—1883, Wittenberg 1876 —1880, Schönebeck 1884— 1886,
Magdeburg 1880-1884, Aaken, Tangermünde, Wittenberge 1880—1890 (zumeist aus ordihären
 Fonds bestritten), Torgau 1894—1898 347 200 M., Barby 1895/96 102600 M.. Dom.
Mühlenholz 1890/91 37 600 M.. Bleckede 1895/96 53 000 M.