1238 Dritter Hauptabschnitt, Laufende Ausgaben,

Kaiser Wilhelm -Kanal 5,176, kanalisirte Spree zwischen Köpenick und Berlin 3,120,
Finow-Kanal 2,218, Rathenower Schleuse (Unterhavel) 1,825, Öderspree-Kanal bei Fürstenberg
 1,468, Plauer Kanal 1,349, Main unterhalb Frankfurt 1,255, Weichseldurchstich oberhalb
 Danzig 0,920, kanalisirte Saar 0,844, Woltersdorfer Kanal 0,707, Liebenwalder Schleuse
(Oberhavel) 0,655, Bromberger Kanal 0,580, Ems-Jade-Kanal und Ems-Hunte-Kanal!) (Moor-&lt;anäle,
 1897) 0,111 und 0,094.
Im Odergebiet.
Durch das Ges, v. 9. Juli 1886 (G.-S. S. 207) wurde zugleich mit dem Dortmund-Ems-Kanal
 zur Herstellung einer leistungsfähigen Wasserstrasse zwischen Oberschlesien und
Berlin auch die Verbesserung der Schiffahrtsverbindung von der mittleren Oder nach der
Jberspree bei Berlin genehmigt. Der diesem Zweck dienende Oder-Spree-Kanal wurde im
Tahre 1887 begonnen und im Jahre 1891 im Wesentlichen vollendet.
Der Kanal zweigt sich bei Fürstenberg von der Oder ab, steigt zu der 35 km langen
Scheitelstrecke hinauf, innerhalb welcher ein Theil des entsprechend erweiterten und vertieften
 Friedrich- Wilhelms-Kanals benutzt wurde, fällt bei Kersdorf zur Spree hinab, deren
Lauf auf 20km Länge durch Geradelegungen umgestaltet ist, setzt sich dann in einem
24 km langen Seitenkanal bis zum Seddin-See fort und mündet durch diesen in die Dahme
oberhalb Köpenick. Die Gesammtlänge des Kanals beträgt 88 km (Wassertiefe 2 m für
Fahrzeuge bis 400 To.). Seit 1895 fand eine Erweiterung für etwa 2 Mill. M. statt. Im
Ganzen waren 14—15 Mill M. erforderlich. wovon der grösste Theil aus Anleihemitteln
bestritten ist.

c) Schlussbemerkung zu Tit. 16 u. 17.
$ 264, Die staatlichen Ausgaben für Binnen schiffahrtsstrassen
(einschl. Kanäle) in der Zeit von 18%0—1901 sind bereits in S$ 246
angegeben.
Dieselben betrugen von 1880—89 an laufenden Unterhaltungskosten
 u. s. w. 74812 000 M., extraordinär und ausseretatsmässig zur
Regulirung der Ströme und Kanäle auf Grund der besonderen Denkschriften
 61152000 M., zu sonstigen Regulirungen, Förderung der
Binnenschiffahrt, Brückenbauten u. s. w. 47 169000 M.,, zus. 183133000 M.
oder jährlich durchschnittlich 18300000 M.
Von 1890—1901 wurden aus Staatsmitteln ausgegeben extraordinär
und ausseretatsmässig, an laufenden Unterhaltungs- u. s. w. Kosten
(Tit. 16, 17, 16a, 16b) 134770300 M., auf Grund der besonderen Denkschriften
 48693900 M., zu sonstigen Regulirungen u. s. w. 133362000 M.,
zus. 316 826 200 M.?) oder jährlich 26 402182 M.
Die jährliche Durchschnittsausgabe hat sich also in den 90er gegenüber
 den 80er Jahren um rund 44 Proz., die des Ordinariums (laufende
Unterhaltungskosten allein) um rund 50 Proz. gesteigert.

d) Erfolge der auf die Förderung der Binnenschiffahrt gerichteten Staatsthätigkeit.
S 265, Die Erfolge der vom Staate zur Verbesserung des Binnen-Schiffahrtsverkehrs
 in den letzten Dezennien verwendeten Summen
bewirken naturgemäss eine nur geringe unmittelbare Erhöhung der
Staatseinnahmen, wie dies bei den in die Eisenbahnen investirten

')ı L. 45km, T. 1,5 m, Tr. 50 To.
?) Diese Zahl kommt der in $ 267 gegebenen Zahl Summe 2—4: 3920790406 M. sehr
üahe, obgleich heide Berechnungen auf verschiedenartige Weise stattgefunden haben.