1240 Dritter Hauptabschnitt. Laufende Ausgaben.

220617 indizirten Pferdekräften, der Segelschiffe und Schleppkähne 8379, zusammen 9 502
Rheinschiffe, Anfang der 80er Jahre betrug die Zahl der den Rhein befahrenden Schiffe
aur 5000. Die Gesammtbemannung betrug 1901 28477 Personen.
Der grösste eiserne Schleppkahn auf dem Rheine (Leopold-Marianne Ill) hat bei
3241 To, Tragfähigkeit eine Länge von 100 m, eine Breite von 12m und einen Tiefgang
von 2,75 m. 1880 war die höchste Tragfähigkeit 18000 Ctr.
Als Schleppdampfer dienen Seitenrad- und hauptsächlich Schraubendampfer, von
denen die leistungsfähigsten mit 1400 Pferdekräften ausgerüstet sind.
56 Rhein-Seedampfer vermitteln den Verkehr von Cöln nach den Nord- und Ostseenäfen.
 Diese Seedampfer haben eine Ladefähigkeit bis zu 1080 To. und einen Tiefgang
ron 2,75 m.
Die Tauerei hat nur auf die Strecke von Bonn bis Bingen noch einige Bedeutung.
Der Betrieb aut 4em Dortmund-Ems-Kanal findet fast ausschliesslich mit Dampfschleppern
 und den grossen Kanalschiffen von 67 m Länge, 8,20 m Breite statt, die bei
1,60 m Tiefgang 600 To. laden. Bei dem äussersten Falls erlaubten Tiefgang von 2 m und
entsprechend verminderter Geschwindigkeit erhöht sich die Tragfähigkeit der bezeichneten
Schiffe auf 900 To Als vortheilhaft hat sich auch der Verkehr mit Seeleichtern aus der
Nord- und Ostsee erwiesen,
Weser. Im Jahre 1880 hatten die grössten Schiffe eine Ladefähigkeit von 2800
bis 3000 Ctr., 1887 von 350 bis 400 To. bei einem Tiefgange bis zu 1,5 m,!) während die
neueren Schiffe bei einer Länge von 55 m, einer Breite von 8,20 m und einem Tiefgang
bis zu 1,50 m?) 450 To. laden.
Elbe. Während noch in den 80er Jahren Fahrzeuge von 10000 bis 12000 Ctr. Tragfähigkeit
 für sehr gross galten, sind jetzt die Abmessungen der auf der Elbe vorzugsweise
 gebräuchlichen, sowie der grössten Lastfahrzeuge folgende: Die häufigsten Schiffe
haben eine Länge von 66,0 m, eine Breite von 8,5 m, einen Tiefgang von 1,60 m, eine
Tragfähigkeit von 550 To., die grössten Schiffe eine Länge von 79,0 m, eine Breite von
12.3 m, einen Tiefgang von 1,85 m und eine Tragfähigkeit von 1000 To.
Die grössten Schleppdampfer haben jetzt folgende Abmessungen: eine Länge von 60,0
bis 67,0 m, eine Breite ohne Radkasten von 7,0 bis 8,5 m, mit Radkasten von 13,5 bis
16,0 m, einen Tiefgang von 0,90 bis 1,20 m, indizirte Pferdekräfte von 650 bis 900 und
schleppen im Anhang 2250 bis 3500 To. Die neueren Eilgutdampfer, welche etwa 200 bis
300 To. Güter aufnehmen können und zugleich noch etwa 600 To. im Anhang zu schleppen
im Stande sind, besitzen eine Länge von 60 bis 66 m, eine Breite von 6 bis 7 m ohne
und von 11 bis 13 m mit Radkasten und haben bei voller Ladung einen Tiefgang von
1,40 bis 1,50 m. Sie arbeiten mit 200 bis 350 indizirten Pferdekräften. Die Kettenlampfer
 sind 45 bis 55 m lang, 6,8 bis 8,2 m breit und besitzen 120 bis 280 indizirte
Pferdekräfte.
Die Segelschiffahrt nimmt von Jahr zu Jahr ab und wird eigentlich nur noch auf der
Jnterelbe von Magdeburg ab thalwärts ausgeübt,
Märkische Wasserstrassen. Die grössten Fahrzeuge, deren Verkehr bisher auf
den Wasserstrassen zwischen der Elbe und Oder zugelassen wurden, hatten nur 40,2 m
Länge und 4,6 m Breite, weil die Schleusen auf dem Finow- und Friedrich-Wilhelm-Kanal

3. Jahresberichte der Centralkommission für die Rheinschiffahrt;
4. Statistik des Deutschen Reiches, Verkehr auf deutschen Wasserstrassen.
5. Sympher, Erläuterung zu den Wasserstrassenkarten.
6. Sympher, Bestand der deutschen Fluss-, Kanal-, Haff- und Küstenschiffe 1877 und
1897 (Centralblatt der Bauverwaltung 1900, No. 44).
7. Jahresberichte auf den dem Regierungspräsidenten in Potsdam unterstellten märkischen
 Wasserstrassen.
', Die auf der unteren Weser beheimatheten Schiffe hatten einen Tiefgang bis zu 2,65 m.
?) Nach der Reichsstatistik 1897 S, 24 hatten 34 Schiffe einen Tiefgang von 1,50 m
is 1.70 m.