1350 Dritter Hauptabschnitt. Laufende Ausgaben,

mussten andere Baufonds zu ihrer Verstärkung herangezogen werden
(Tit, 16 u. s. w.).
Neben diesem Chaussee-Unterhaltungsfonds stand aber im Ordinarium
 des Etats auch noch ein Chaussee-N eubaufonds, welcher
1852 3 Mill. M. betrug und noch 120000 M. enthielt, welche aus dem
Gewinn von Güterverkäufen in der Provinz Posen zu Chausseebauten
in dieser Provinz bestimmt waren. 1852 betrug die Gesammtlänge der
Staatschausseen 1698 Meilen, wovon entfielen auf die Provinzen
Preussen 216,4, Posen 81,6, Pommern 147,1, Schlesien 258,4, Brandenburg
 187,6, Sachsen 235,3, Westfalen 270,5, Rheinprovinz 301,1 Meilen.
Daneben liess sich der Staat sehon damals angelegen sein, durch
Neubauprämien Kreiskorporationen und Gemeinden!) zu Chaüsseebauten
 anzuregen, wobei auch die Provinzialverbände, welche zum
Theil über besondere Wegebaufonds verfügten, mitbeistanden. (So
wurde damals bereits z. B. in Pommern zum Bau von jeder Meile
Chaussee ein Zuschuss von 15000 M. gewährt. Preussen hatte einen
Chausseebaufonds. zu ähnlichen Zwecken mit einer Jahreseinnahme
von 300000 M., Bezirksstrassenfonds des Herzogthums Westfalen
600000 M., für die linke Rheinseite mit 480000 M. u. s. w.)
Es betrug der Bestand der Provinzial- und Bezirksstrassen in Meilen
Anfang
1855
Pommern 48
Posen. . . 22,4 45,4
Westfalen . . 21.8 25,6
Rheinprovinz . 166.8 195,6
Kreis-, Kommunal-, Aktien- und Privatehausseen
Provinz Preussen 35.8 37,7
Posen. . 29,3
Pommern . 36,6
Schlesien . 190,4
Brandenburg . 120,9
Sachsen. . . 62,5
Westfalen . . 107,4
Rheinprovinz . 1472

303,2
57,6
142,8
302,5
957,1
299,1
262,3
1116

Bergwerksstrassen
Provinz

Sachsen. . .
Schlesien . .
Rheinprovinz .
Westfalen . . 3,0 4,8 Ian
zusammen . . 684,8 1017,1 23824

sr

An Staatsprämien zu Chausseebauten wurden gewährt 1852 423561 M.,
[853 734625 M., 1854 996 429 M.
?) Aktiengesellschaften fanden sich bei meist mangelnder Rentabilität selten dazu bereit.