1342 11. Hauptstück, Laufende Ausgaben.

Erhebungen im Gange ist, so können doch vorübergehend Verhältnisse
 eintreten, in denen die ganze Arbeit mit dem jetzt vorhandenen
Beamtenpersonal und wenigen Hülfskräften erledigt werden kann,
während in der Regel Hunderte, zeitweise, wie bei den stets sich durch
mehrere Jahre hinziehenden Berufszählungen, sogar Tausende von
Hülfskräften herangezogen werden müssen. Es sind dies zumeist
Militäranwärter, pensionirte Offiziere u. s. w.; auch weibliche Personen
arhalten häusliche Beschäftigung.
Ein richtiger Begriff von der äusseren Arbeitsleistung des
statistischen Bureaus kann keinesfalls von seiner verhältnissmässig
geringen Beamtenzahl hergenommen werden, sondern muss auch die
Hülfsarbeiterverhältnisse mit in Betracht ziehen.
S 75, Zu Tit. 6 vgl. Bd. I Buch I 8.97.
Tit. 7 giebt zu besonderen Bemerkungen keinen Anlass, ermöglicht
aber jedenfalls wenig Nachprüfungen an Ort und Stelle.
Zu Tit. 8. Vgl. über die Steigerung dieses Titels von 1878/79 zu
1879/80 von 20000 M. auf 46 060 M. das in 871 Gesagte. 1880/81 trat
noch einmal eine erhebliche Steigerung um 171833 M. ein für „Porto
und sonstige Frachtgebühren für dienstliche Sendungen“, die bis dahin
für sämmtliche Staatsbehörden auf einem gemeinsamen Fonds im Etat
der allgemeinen Finanzverwaltung ausgebracht, seitdem aber auf die
Bedürfnissfonds der Einzelbehörden übertragen worden war. Seitdem
hat allmählich ein geringer Rückgang des Fonds bis auf 44 200 M. in
1908 stattgefunden.
8 76, Tit. 9: Zur Herstellung der Veröffentlichungen des statistischen
 Bureaus, einschliesslich der Kosten für die Kalendermaterialien,
und zu den Ausgaben, welche durch das mit dem statistischen Bureau
verbundene Verlagsgeschäft entstehen 55 250 M.
Dieser Fonds betrug schon 1876 42000 M., stieg bis 1880/81 auf
18900 M., bis 1890/91 auf 50750 M. und von 1900 zu 1901 auf den
jetzigen Betrag von 55250 M.
Dieser Ausgabe steht unter Kap. 31 Tit.2 cin Betrag von 16233 M. an Einnahmen der
mit dem statistischen Bureau verbundenen Verlagshandlung gegenüber.
Die Ausgaben für die Verlagshandlung enthalten im Wesentlichen
Vertriebskosten einschliesslich der Löhnung eines der Verlagshandlung
 beigegebenen Markthelfers. Die Besoldung des mit der
Besorgung der buchhändlerischen Geschäfte des Verlags betrauten
Bureaubeamten. welcher gelernter Buchhändler ist, erfolgt dagegen auSs
Tit. 2 u. 4
S 77. Tit. 10: Zur Disposition für topographische Zwecke 1500 M.
Eine topographische Abtheilung des statistischen Bureaus besteht
schon seit 1810 und war zunächst mit Ergänzung und Verbesserung der
Karten und Ortschaftsverzeichnisse aller Theile des Staates betraut