Vierter Hauptabschnitt. Gebiete der inneren Verwaltung. $$ 277a—279. 14838

Geseke-Keppel mit 68780 M. Einnahme; die nächst wichtigen Stifte sind die evangelischen
Damenstifte Marienfliess a. St. mit 24500 M., Marienfliess i. P. mit 20690 M. und Oberkirchen
 mit 22366 M. Die übrigen — sämmtlich evangelischen -— Fonds der Fräuleinstifter
 bleiben sämmtlich unter 20000 M., 8 bleiben sogar unter 1000 M. Jahreseinnahme.
Von den Ausgaben gelangten im Ganzen 270173 M. zur stiftungsmässigen Verwendung,
 40290 M, müssen für Verwaltungs- und 20885 M. für sonstige Zwecke aufgewendet
 werden.
Die Stellen und Präbenden der Fräuleinstifter werden vom König verliehen, die
meisten der in Beil. B behandelten Fonds werden in der Centralstelle bearbeitet.
Demgegenüber findet die Verwaltung der in Beil. C enthaltenen (35) Fonds meist
durch die Regierungen statt. In Beil. © werden lediglich die Jahreseinnahmen im
Ganzen aufgeführt, ohne näheren Nachweis der einzelnen Einnahme- und Ausgabegruppen.
Die meisten dieser Fonds, welche den verschiedenartigsten Zwecken dienen, bleiben noch
unter 7000 M., darüber erheben sich nur 4 Fonds. Der weitaus stärkste ist der sog.
Wilhelmsfonds (ein Allerhöchster Dispositionsfonds zur Unterstützung invalider preussischer
Offiziere und Soldaten, sowie der Relikten von Gefallenen aus dem Jahre 1866) mit
67000 M, die zwei demnächst folgenden Fonds bleiben bereits unter 20 000 M. Jahresertrag.
Im Anl. XCIV u. XCV sind die Fonds im Einzelnen namhaft gemacht.

8. Abschnitt.

Allgemeine Ausgaben zu verschiedenen Bedürfnissen der
Verwaltung des Innern.
(Kap. 98 der Ausgabe.)
$ 278, Die in diesem Kapitel ausgeworfenen Beträge sind von
verhältnissmässig untergeordneter Bedeutung, weisen auch im Laufe der
Jahre nur geringe Veränderungen auf. In früheren Jahren schloss
das Kapitel sogar mit einer erheblich höheren Gesammtsumme wie
heute ab. Im Jahre 1867 standen nämlich auf dem Kapitel in den
alten Provinzen 81427 M., in den neuen 228590 M., zus. 310017 M.
1868 wurden aber bereits nur 172 039 M. eingestellt, weil bei Schleswig-Holstein
 etwa 60000 M. Kosten für das Militär-Ersatzwesen auf
den Militäretat und bei Hannover etwa 73000 M. Kosten der dortigen
Provinziallandsehaften auf den Provinzialetat übergingen. Einige
weitere 30000 M. fielen dann 1877/78 und 1879/80 (vgl. Eitatserläuterungen
 zu Kap. 108 jenes Etats) fort, sodass das Kapitel 1880/81 nur
Noch 146074 M. ausmachte. Bis 1895/96 sank der Gesammtbetrag
auf 110768 M., stieg aber seitdem allmälig bis auf 130973 M. (1902),
hauptsächlich in Tit. 4 (8 289).
$ 279, Im Einzelnen ist zu bemerken zu
Tit. 1. Feststehende, auf rechtlicher Verpflichtung beruhende Ausgaben,
 zu Prämien für Schützengilden und Schützenkönige und zu _
verschiedenen Zwecken — einschliesslich 4250,25 M. künftig yet Sohg fr
fallend — 48108 M. So N
Der Fonds ist auf die Regierungsetats vertheilt und. fasst %
m Gegensatze zu Tit. 2 nur auf rechtlicher Verpflich a ha Ay w
tühende Beträge. Die gegenwärtige Titelbezeichnung erfolg 5 eh +
Schwarz u. Strutz, Staatshaushalt und Finanzen Preussens, 11. 94 ss
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