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Kleinere Etats,

In Tit. 16, auf welchem gegenwärtig 50 M. Ausgaben auf Grund
des Invalidenversicherungsgesetzes stehen, war in früherer Zeit ein
Zuschuss zur Bestreitung der Kosten für den Reichs- und Staats-Anzeiger
 ausgebracht, der im Jahre 1873 6000 M. betrug!) und 1874
in Folge der Aufstellung eines selbstständigen Etats für dieses amtliche
 Blatt fortfiel (s. $ 361).

$ 291a. An extraordinären Kosten sind im Jahre 1888/89
164000 M. entstanden bei Gelegenheit der Vertauschung des alten
ienstgebäudes in der Wilhelmstrasse 74 mit demjenigen am Leipziger
 Platz 11. Die Kosten des jetzigen Neubaues in der Wilhelmstrasse,
 welcher gleichzeitig den Zwecken der Generalordenskommission
ınd General-Lotterie-Direktion dient, sind auf dem Etat der Bauverwaltung
 (Kap. 5 des Einnahmeetats) ausgeworfen worden 1899 —1901
878800 ML.)

II. Etat des Kriegsministeriums.
Allgemeines.
$ 292, Der Etat des Kriegsministeriums, der bis dahin einen Theil
les Hauptetats der Militärverwaltung bildete und im Jahre 1867 mit
rund 796835 M. abschloss, verschwand seit 1868 gleichzeitig mit den
gesammten Militärausgaben vom preussischen Etat und ging auf den
Keichsetat über.
Erst im Jahre 1878/79 erschien zum ersten Male das Kriegsministerium
 wieder in Kap. #5 der Einnahme und Kap. 15 des Extraordinariums
 des Staatshaushaltsetats mit je 1 Million Mark, ein Betrag,
welcher in Gemässheit des (jesetzes vom 17. März 1877 (G.-8S. 8. 198)
als ausserordentliche Einnahme und Ausgabe eingestellt war, um zur
anderweitigen Einrichtung des Zeughauses in Berlin verwendet zu
verden.
Von 1879/80 ab erschien dann der Etat des Kriegsministeriums
uch wieder unter den ordentlichen Ausgaben mit einem besonderen
Kapitel (180), in welchem lediglich die laufenden Verwaltungskosten
äür das Zeughaus ausgeführt wurden. .
Auch der heutige Etat des Kriegsministeriums enthält, soweit er
auf dem preussischen Ktat steht, nur Einnahmen und Ausgaben des
Zeughauses.

Zeughaus.
$ 293. Das Zeughaus war ursprünglich nur ein Auf bewahrungsort
für Kriegswaffen. Sein Bau wurde 1695 begonnen und 1706 vollendet.

"3000 M sehoss das Peich zu.