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Kleinere Etats,

Den Hauptbetrag machen aus die Zuschüsse des Reichs zu
einigen Beamtenbesoldungen, nämlich 9700 M.!) zu dem Gehalt
des Chefpräsidenten sowie je 2075 M. Besoldungs- und 305 M. Wohnungsgeldzuschuss
 zu den Bezügen des Kanzleidirektors und des Beamten
 der Annahmestelle?) — Beiträge, die bis 1899 unter dem Ausgabesoll
 vorweg in Abzug gebracht wurden, seit 1899 aber gemäss $2
Nr. 2 bezw. $ 15 des preussischen Staatshaushaltsgesetzes v. 11. Mai
1898 (G.-S. 8.77) in Einnahme nachgewiesen wurden, während die
Gehälter bezw. Wohnungsgeldzuschüsse nunmehr im Ausgabeetat
voll zum Ansatz gelangen.

Ausgaben (Kap. 48).
$ 313, Die Steigerung der laufenden Ausgaben der Oberrechnungskammer
 von 1849 bis 1908 ist keine unbeträchtliche und macht
etwa das Doppelte des ursprünglichen Betrages aus (von 354503 auf
L080520 oder — nach Abzug der Einnahmen — 1065 699 M.).
Bei der seitdem stark gestiegenen Gesammtausgabe des Etats,
überhaupt der Geschäftsvermehrung, den vielen neuen Organisationen
und Gesetzen*) kann diese Steigerung nicht auffallen. Hauptsächlich
kommt sie bei den Besoldungen und Wohnungsgeldzuschüssen zum
Ausdruck, was ebenso in den Stellenvermehrungen, wie in den Besoldungserhöhungen
 seinen Grund hat.
Die Zahl der etatsmässigen Beamten — ausser dem Chefpräsidenten
betrug:

1850

Direktoren. . .
Vortragende Räthe .
Bureaubeamte . .
Kanzleisekretäre. . .
Unterbeamte . . .
Zusammen . ... 8 a 140

1977 1885/86 1908
8
; 16
09 134
7 8

N Die Hauptsteigerung fällt also in den Anfang der 70er Jahre.
Seit 1885/86 hat sich verhältnissmässig das Bureaupersonal am
stärksten vermehrt (32), während nur eine Rathsstelle hinzuvekommen
 ist.

1) seit 1903, bis dahin 7000 M.
?) Für diesen — einen der Registratoren — erst seit 1901. vgl. die betr. Etatsarläuterungen.

3) U. a. kamen für die Vermehrung der Geschäfte der O.R.K. besonders in Betracht
die Eisenbahnverstaatlichungsgesetze, die Justizorganisation (1879/80), die Gesetze wegen
Zucker- und Branntweinsteuern, Ansiedelungskommission, Polizeikostengesetz ete.