VI. Staatsarchive. $$ 336—340.

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Einnahmen und Ausgaben.
(Vgl. hierzu Anl. CI.)
&amp; 388. Die Verwaltung der Staatsarchive hat schon seit 1849
einen besonderen Etat (Kap. 25b der Einnahmen und Kap. 45 der
Ausgaben).
Die Einnahmen spielen nur eine unwesentliche Rolle. Sie umfassen
 einige Tausend Mark Erlöse aus archivalischen Publikationen
und Zuschüsse zu den Autorhonoraren, die alljährlich schwanken. Sie
werden nach dreijährigem Durchschnitt eingestellt und haben in den
letzten zehn Jahren den Betrag von 83500 M. nicht überstiegen. Der
Höchstbetrag von 8000 M. fiel in das Jahr 1887/88. (1908: 2040 M.).
Die Nachweisung dieser Einnahmen im Etat (Kap. 25b Tit. 1 | früher
Tit. 2]) erfolgte erst seit 1888/84 auf Grund Beschlusses des Abg.-H.
v. 18. April 1882 (Sten. Ber. S. 1385).
Tit. 2 enthielt früher die Einnahmen aus der Abgabe von Wasser
aus dem Schlossbrunnen zu Marburg und wird nach Wegfall derselben
als vacat weitergeführt.
Die Einnahmen aus Tit. 3 stehen auf dem Etat seit 1883/84 (vgl.
Etatserläuterungen) und enthalten verschiedene sonstige Einnahmen
(Zahlungen einzelner Archivdiener für Entnahme von Feuerungsmaterial
 aus den amtlichen Beständen zu ihrem eigenen Bedarfe,
sowie für Mitbenutzung der Wasserleitung; Erlös aus dem Verkaufe
unbrauchbarer Akten, Drucksachen, Utensilien und Baumaterialien;
Miethe und Pacht für entbehrliche Räume und Ländereien, Beiträge
zu den Kosten der nach &amp; 2a des Krankenversicherungsgesetzes erweiterten
 Krankenfürsorge ete.). (1908: 1100 M.)

Ausgaben.
8 8389. Die grosse Steigerung in dem Geschäftsumfang und die
Bedeutung des Staatsarchivwesens seit Mitte des 19. Jahrhunderts
spiegelt sich in der Vermehrung der ordentlichen Ausgaben seit jener
Zeit wieder. Sie betrugen 1849: 49125 M., 1870: 126885 M., 1885/86:
399 3838 M., 1903: 528025 M., also mehr als das 10fache von 1849.
Die Steigerung der sächlichen Kosten war dabei noch eine etwas
ztärkere als die der persönlichen.

Besoldungen.
$ 340. Das Gehalt des Generaldirektors (früheren Direktors) der
Staatsarchive betrug schon in den 7er Jahren 9000 M. und ist seitdem
nicht erhöht worden.
Der Generaldirektor bezieht aber aus Nebenämtern jährlich: aus Tit. 2 als Direktor
des Geheimen Staatsarchivs 3000 M., als Mitglied der Akademie der Wissenschaften in
Berlin ein Ehrengehalt von 900 M., als Historiograph des Preussischen Staates ein (jehalt
von 900 M.. zusammen 4800 M.