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Kleinere Etats.

Die Gehälter der sonstigen Beamten haben sich besonders seit
Anfang der 90er Jahre sehr verschoben, wie nachstehende Uebersicht
ergiebt:

Generaldirektor . . 2... 0.
Zweiter Direktor in Berlin . .
Archivdirektoren in der Provinz . ,
Geheime Staatsarchivare in Berlin . . .
Archivare in Berlin und Staatsarchivare und
Archivare in den Provinzen. . .
Expedienten und Kalkulatoren in Berlin
Kanzleisekretäre in Berlin. . ..
” in den Provinzen . , ,
Archivdiener in Berlin . 0.0.0000.
in den Provinzen . .

vor 1891/92 seit 1896/97 seit 1897/98
9000 9000 9000
8000 83500
4500 —6600 4800—7200
3600—6000 3600—7200

3600— 6000

1800—4500
3000 — 5400
1800—83300
1650 —2250
1200 — 1500
960—1200

210045001) 2700—5100 N
3000—53400 3000—-6000
1800—3800 1800—3800
1650—2700 1650-2700
1200—1800 1200—1800
1000 —1500 1000-——1500

Hinsichtlich der höheren Archivbeamten haben erhebliche Veränderungen
 stattgefunden, einmal in dem Etat 1896/97 (vgl. Erläuterung
zu Kap. 45 Tit. 2 der Ausgabe jenes Etats, wodurch die Gehaltsbezüge
der höheren Archivbeamten denjenigen der höheren Beamten der
Königl. Bibliothek und der Universitätsbibliotheken im Wesentlichen
gleichgestellt, besondere Vorsteherstellen an den grösseren Archiven
gegründet, die Stellen der Berliner Archivare, abgesehen von zwei
Stellen für Geheime Staatsarchivare, denen der Provinzen im
Prinzip — nach Ableben der gegenwärtigen Inhaber — gleichgestellt,
 pensionsfähige Zulagen für die Hälfte der Stellen eingeführt
wurden u. s. w.) und sodann bei Gelegenheit der allgemeinen Besoldungsverbesserung
 1897/98 (Näheres vgl. Abg.-H. Sten. Ber. 1896
S. 508 ff.).
$ 341. Bei den mittleren und Unterbeamten traten wesentliche
Verbesserungen bereits 1890/91 ein, wie aus der obigen Tabelle des
Näheren ersichtlich ist.
Die meisten der Unterbeamten haben Dienstwohnung.
$ 342, Hinsichtlich der Wohnungsgeldzuschüsse, anderen
persönlichen und sächlichen Ausgaben ist wenig zu bemerken.
Zu Tit. 6 (Remunerirung von Hülfsbeamten) ist hervorzuheben.
dass aus diesem Titel auch die Assistenten an den Archiven remunerirt
werden.
Wie schon in $&amp; 336a erwähnt, haben diese ein Examen abzulegen,
werden dann notirt, nach Eintritt von Vacanzen zur Probeleistung
einberufen und sodann als Hülfsarbeiter bezw. Assistenten mit 1200 M.
beschäftigt. In dieser Stellung steigen sie bis 2100 M. Später erfolgt
dann die etatsmässige Anstellunge.?)

') und für die Hälfte der Stellen je 900 M. persönliche Zulagen,
?) Nach einem Vermerk im Etat 1897/98 zu Kap. 45 Tit. 8 kann eine längere als
vierjährige Beschäftigung als Archivassistent und Hülfsarbeiter nach beendeter Probezeit
bei der etatsmässigen Anstellung auf das Besoldungsdienstalter angerechnet werden.