:528

Kleinere Etats.

Die rechnungsmässigen Einnahmen schwanken natürlich sehr, im
Allgemeinen hat sich aber nach Anl. CLV. besonders seit 1870 eine
nicht unerhebliche Steigerung vollzogen (von 6090 M. auf 27 000 M. in
1903), dem auch die Steigerung des "Lit. 7 der Ausgabe entspricht.
Die Einstellung des Postens erfolgt nach dreiJährigem Durchschnitt.
So waren eingekommen: im Jahre 1899 36 302,60 M., im Jahre 1900
30 743,41 M., im Jahre 1901 14 000,94 M., zusammen 81 046,95 M., im
Durchschnitt also jährlich 27 015,65 M. oder rund 27 000 M.
$ 349, Tit. 2. Der Posten „Sonstige Einnahmen“ (Zahlung eines
Unterbeamten für die Benutzung der Centralheizung und für den
Wasserverbrauch in seiner Dienstwohnung, Erlös aus dem Verkaufe
von Makulatur ete.) ist ohne finanzielle Bedeutung (1903: 56 M.).

Ausgaben (Kap. 46 des Ausgabeetats).

$ 350. Ein Vergleich der gegenwärtigen Gesammtausgaben mit
denen früherer Jahre ergiebt nach Anl. CV folgende Ziffern: 1849 57 600.
1870 299 908, 1885/86 201 910, 1908 194280 M.
Vergleichbar werden diese Zahlen erst, wenn man die auf den
früheren Etats aufgeführten Beträge für Ehrensolde an Inhaber kriegerischer
 Ehrenzeichen in Abzug bringt.
Es sind nämlich an Ehrensolden gewährt:
a) Den Inhabern des Eisernen Kreuzes am schwarzen wie am
weissen Bande, welche dasselbe in den Jahren 1813—1815 und
durch namentliche Bestimmung nachträglich erworben haben, im
Betrage von jährlich 150 Thalern für die Inhaber des Kisernen
Kreuzes I. Klasse und von 50 Thalern für die Inhaber des
Eisernen Kreuzes II. Klasse (Ges. v. 10. März 1863 — 6G.-8.
S. 101).
Den Inhabern des Eisernen Kreuzes I. Klasse, welche dasselbe
im Kriege gegen Frankreich 1870/71 in den unteren Chargen bis
zum Feldwebel einschliesslich erworben haben, sowie den Inhabern
des Eisernen Kreuzes II. Klasse unter den gleichen Voraussetzungen,
 wenn sie zugleich das Preussische Militär-Ehrenzeichen
IL. Klasse oder eine gleichzuachtende militärische Dienstauszeichnung
 besitzen, im Betrage von monatlich 3 Mark (Ges. betr.
die Gewährung einer Ehrenzulage an die Inhaber dos Kisernen
Kreuzes von 1870/71 v. 2. Juni 1878, R.-G.-Bl. 8. 99).
1867 kommt noch für Hannover Ehrensold für die Inhaber der
Guelphenmedaille hinzu (je 82 M. 25 Pf.).
Zur Bestreitung derartiger Ehrensolde standen 1849: 21 600 M..
1870: 192,208 M., 1885/86 noch 5500 M. auf dem Etat der General-Ordenskommission.
 Der letzte Betrag fiel mit 300 M. 1891/92 fort
Nach Abzug der betreffenden Beträge stellten sich die Gesammtaus: