IT, Abschnitt, I. Kapitel. Die fortlaufenden Bezüge. S$ 34, 35. 1591

den Kassenbeamten Hauptkassenrendanten 4800, in Stralsund 4200, in Sigmaringen 3900,
Kassirer. 3600, in Stralsund 3300, in Sigmaringen 2100—3600 :i. D. 2850, Oberbuchhalter
and Buchhalter dasselbe wie Sekretäre, Kassenassistenten 1800, Kassendiener und Boten
960 —1200 i. D. 1080, Botenmeister hierzu 150 M, Funktionszulage, bei den Rentenbanken
die Provinzialrentmoeister 4200—4800 i. D. 4500, Rendanten 3600, die Bureau- und Unterbeamten
 dasselbe wie die gleichartigen anderer Provinzialbehörden, bei den Kreisbehörden
die Landräthe 3600-4800 i. D. 4200 statt der bisherigen Einzelgehälter von.3600 M., Kreis-3ekretäre
 2100—3300 i. D. 2700 statt bisher 1800—2400 i. D. 2100 M. Wegen ‚der Be-Soldungen
 der Justizbeamten vgl. im nächsten Buch, wege der nicht, wie die Beamten der
Ministerien, die Oberregierungs- und Räthe, Bureaubeamten, Kanzlisten, Boten, durch alle
Verwaltungen gloich besoldeten Beamten hinsichtlich der Betriebsverwaltungen und Steuer-Verwaltungen,
 der Kultus-, landwirthschaftlichen, Bau-, Handels- und Gewerbe- und innern
Verwaltung die entsprechenden Bücher des Werkes.

Schon das nächste Jahr brachte wiederum eine grosszügige, den
Etat mit 13,29 Millionen Mark oder etwa 15 Proz. der vor 1872 für
Beamtenbesoldungen aufzuwendenden Summe belastende Verbesserung
der Dienstbezüge in Gestalt der Wohnungsgeldzuschüsse. Hierauf
 wird später zurückzukommen sein. Im Uebrigen verging nunmehr
Zeraume Zeit, in der nun bald bei dieser bald bei jener Beamtenkategorie
 Aufbesserungen vorgenommen wurden. Eine Ausnahme
Machte nur die Justizverwaltung, der die Reichsjustizreform zwingende
Veranlassung zu einer Besoldungsreform bot. Dieselbe wird im
nächsten, dieser Verwaltung gewidmeten Buche ihren Platz finden.
Auf dem Etat des Finanz-Ministeriums bezw der allgemeinen Finanzverwaltung, solange
 ersterer einen Theil des letzteren bildete, vollzogen sich in den Besoldungsverhältnissen
folgende Aenderungen: Beim Ministerium wurde 1886/87 ein ständiger katastertechni-Scher
 Hülfsarbeiter mit 6000 M. angestellt und 1891/92 dessen Gehalt auf 6600 M. erhöht
Die Vorsteher der Centralbureaus der Centralbehörden erhielten 1882/83 eine Funktions-Zulage
 von 1200 M., die 1891/92 mit dem Gehalt vereinigt wurde, das damit ebenfalls auf
5600 M. stieg. Eine Bureaubeamtenstello wurde 1878/79 in die eines Vorstehers des Abtechnungsbureaus
 für die Reichssteuern mit einem Einzelgehalt von 6000 M umgewandelt.
In gleicher Weise wurde 1882/83 die ebenso dotirte Stelle eines Vorstehers der Hauptbuchhalterei
 geschaffen. Der Kanzleidirektor wurde 1875 den Bureaubeamten, der Hausdiener 1376
den Kanzleidienern gleichgestellt, und 1886/87 "ein etatsmässiger Nachtwächter mit 1350 M.
angestellt, Bei der Generalstaatskasse wurde 1880/81 anstatt des mit 4800 M. besoldeten
Zweiten Kassirers ein Kassirer-Assistent mit 3000, seit 1882/83 mit 3300 und seit 1889/90
mit 3000—5400 i. D. 4200 M. angestellt. Bei den Provinzialbehörden wurden die
Öberpräsidialräthe und Verwaltungsgerichtsdirektoren . den Oberregierungsräthen gleichgestellt,
 die Überpräsidialräthe aber 1888/89 auf das Einzelgehalt von 7500 M. erhöht, Von den
Regierungspräsidentenstellen wurde 1887/88 diejenige in Stralsund auf 9300 M. erhöht, diejenige
in Sigmaringen von 11400 auf 9300 M. herabgesetzt, während von den 1585/86 errichteten
Stellen in der Provinz Hannover diejenigen in Osnabrück und Aurich mit diesem, die
übrigen mit dem Normalgehalt von 11400 M. ausgestattet wurden. Der bis dahin mit den
Überregierungsräthen rangirende Dirigent der Ministerial-, Militär- und Baukommission
Srhielt 1878/79 das Minimalgehalt der vortragenden Räthe. Wegen des Dirigenten der
Verwaltung der direkten Steuern vgl, Bd. I S. 1246, wegen der Beamten . der Thiergarten-Verwaltung
 unten in den dieser gewidmeten Ausführungen

$ 35, In grossem Stile wurde eine neue Besoldungsauf besserung
1891/99 begonnen. Wiederum wurde mit den Unterbeamten der Anlang
 gemacht: die in dem Nachtrag zum Staatshaushaltsetat für
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